Wislawa Szymborska ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Foto: Jacek Bednarczyk
Mit der Entstalinisierung auch in Polen konnte sich Szymborskas Talent zunehmend entfalten. Sie veröffentlichte rund 350 Gedichte in insgesamt elf Bänden. Ein letzter Gedichtband, an dem sie bis zuletzt arbeitete, soll nach Angaben ihres Assistenten in wenigen Monaten posthum veröffentlicht werden.
Zu den wichtigsten Werken Szymborskas, deren Gedichte oft Alltagsbeobachtungen mit ironischem Unterton zum Thema hatten, gehören «Ruf nach dem Yeti» (1957), «Salz» (1962), «Menschen auf der Brücke» (1986), «Ende und Anfang» (1993) und «Augenblick» (2002).
Szymborska wurde nicht nur 1996 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, sondern auch mit dem Goethe-Preis und dem Herder-Preis. Im vergangenen Jahr wurde sie mit dem Orden des Weißen Adlers ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung ihrer polnischen Heimat.
