Nicht nur Blake Poole verstand zuweilen nicht, was die Unparteiischen am Samstag pfiffen.
Hertener Löwen - BG Dorsten
94:90 (46:39/83:83)
Der widrigste Umstand hieß Daniel Muth. Während sein Schiedsrichterkollege Bastian Bänsch meist akzeptable Entscheidungen fällte, lag Muth etliche Mal daneben. Zum Teil bei Fouls, in einigen Fällen aber auch bei Aus-Entscheidungen. Leidtragender war fast immer die BG Dorsten, deren rund 200 Fans die Welt nicht mehr verstanden.
Nach den letzten beiden Kraftakten war die Frage, was das Team überhaupt noch leisten könne. Nicht mehr viel, schien die Antwort nach den ersten Minuten zu lauten. Dorsten quälte sich zu jedem einzelnen Korb. Mit schnellem, schnörkellosen Basketball bekam Herten die Gäste in den Griff. 10:20 hieß es nach sieben Minuten, 16:25 nach dem ersten Viertel. Auch im zweiten Viertel sah es nicht nach einer Wende aus, bis Nderim Pelaj kurz vor der Pause auf 37:42 verkürzte.
Spannende zweite Hälfte
Die zweite Halbzeit war an Spannung kaum zu überbieten. Als John Cadmus die BG mit einem Dreier mit 49:48 in Führung brachte, war klar, dass die BG nicht chancenlos war. Die Überraschung des Abends war Florian Heit. Er musste nämlich für Blake Poole nach dessen viertem Foul aufs Feld und ersetzte ihn auch nach dem Ausscheiden in der 38. Minute. Heit spielte exzellent und fiel durch eine sehr disziplinierte, effektive Deckung auf.
So gelang es den Hertenern trotz der tollen Besetzung nicht, für eine Entscheidung zu sorgen. Auch wenn Zamal Nixon (31 Punkte), Vincent Kittmann (31) und Joshua Taylor (17) nicht zu stoppen war, bewahrten die Dorstener immer ihre Chance auf den Sieg.
Dramatische Schlussphase
Diese Chance wurde im Schlussabschnitt immer konkreter, denn die BG führte durch einen Pelaj-Dreier 80:73 (38.). Es überschlugen sich nun die Ereignisse, denn Herten setzte zum Endspurt an. Unterstützt durch zwei ganz grobe Fehlentscheidungen und einen Abspielfehler holte Herten auf und ging elf Sekunden vor dem Ende 82:81 in Front. Noch fünf Sekunden standen auf der Uhr, als Gene Hagner zwei Freiwürfe zur 83:82 Führung versenkte. In der Schluss-Sekunde gab es zwei Freiwürfe für Herten, von denen Maik Berger aber nur einen verwandelte.
Die Verlängerung begann Herten dann aber mit einem 6:0-Run. Die BG gab die Partie immer noch nicht verloren und verkürzte auf 90:92. Den Schlusspunkt hinter dieses tolle Match setzten aber die Löwen.
Herten: Geier (o.E.), Berger (2), Wright (8), Hartmann, Nixon (31/3), Hackenesch (5), Marquardt, Piechotta (o.E.), Depta, Kittmann (31), Taylor (17/1).
BG: Dunzel (o.E.), Bryant (13/1), Pelaj (17/5), Cadmus (18/4), Schulze Pals (6), Poole (14), Oberschatsiek (o.E.), Heit, Lipke (16), Hagner (6).








