Kalte Hände oder Frust über die vier Gegentore? Für Yves Lupitu kam wohl beides zusammen.
Spvgg. Erkenschwick - SV Schermbeck
4:3 (2:0)
Auch wenn mit Andreas Altenbeck ein Stammspieler der Hintermannschaft fehlte, wollte sich Schermbecks Trainer Martin Stroetzel nicht herausreden: „Das war eine desolate Vorstellung, die wir gezeigt haben. Vor allem mit der ersten Halbzeit konnte ich überhaupt nicht zufrieden sein.“
Am Platz konnte es nicht gelegen haben, denn der Kunstrasen war bestens zu bespielen. Auch am Schiedsrichter wollte Stroetzel es nicht festmachen, denn von dessen teilweise kuriosen Entscheidungen waren beide Mannschaften betroffen.
Obwohl hinlänglich bekannt ist, dass die Erkenschwicker offensiv sehr stark besetzt sind, und Stroetzel noch auf diesen Punkt hingewiesen hatte, spielte die SVS-Hintermannschaft mehr als unkonzentriert.
Zwar stand der Torschütze beim Erkenschwicker 1:0 klar im Abseits, aber die Situation in der zehnten Minute hätte so nicht entstehen dürfen. Sieben Minuten später hatte Julian Stöhr Pech, als er die Kugel zum 0:2 ins eigene Tor bugsierte.
Im zweiten Durchgang lief es schon etwas besser. Vor allem schossen die Schermbecker auch endlich Tore. Seyit Ersoy erzielte in der 50. Minute den Anschlusstreffer. Die Erleichterung bekam aber gleich einen Dämpfer, denn nur drei Minuten später stellte der Westfalenligist den alten Abstand wieder her.
Der NRW-Ligist kam aber nun viel besser ins Spiel und startete einige gute Angriffe. Tobias Urban traf zum 2:3 (66.) und Akpo gelang sogar der Ausgleich in der 74. Minute. Als Kissi Evans aber im Schermbecker Strafraum zu ungestüm zu Werke ging, verursachte er einen Strafstoß, den Erkenschwick zum Siegtreffer nutzte. Martin Stroetzel schimpfte: „Zu der Verteidigungsleistung kann ich nichts mehr sagen. Mir fällt da einfach nichts mehr ein.“








