Aus Mangel an Interesse: Ins ehemalige Landhaus Scherrer ziehen doch keine Jugendlichen ein. Foto: Nowaczyk
Kurse für Mitarbeiter
Nachdem die marode Bausubstanz immer wieder für Überraschungen gesorgt und den Start verzögert hatte, war die Wohngemeinschaft im Herbst endlich „betriebsbereit“. Theoretisch. Praktisch fehlte es an 14- bis 21-Jährigen. Denn relativ schnell zeichnete sich ab, dass die klammen Kommunen nicht mitzogen, keine „finanziellen Zusagen“ machten. „Dabei existieren bislang nur wenig Hilfsangebote dieser Art. Und der Bedarf in diesem Bereich ist sehr groß, vor allem bei Jugendlichen mit Essstörungen und Drogenproblemen. Angesichts der finanziellen Situation werden bestimmte Dienstleistungen leider nicht mehr angenommen“, berichtet Czogalla weiter. Und das Wagnis, rote Zahlen zu schreiben, wollte das Sozialwerk auf keinen Fall eingehen.
Gibt die Stadt Recklinghausen erst ihr Okay, werden in der ehemaligen Landschule erneut Lehrer das Sagen haben. Das Fortbildungsreferat des Sozialwerks plant unter anderem Kurse für seine 2 500 Mitarbeiter. Zudem setzt das Unternehmen auf Integration. In der als Hotelbetrieb geführten Akademie sollen auch Behinderte arbeiten.








