Aber wie sollen die Einwohner von Drewer-Süd künftig nach Alt-Marl, Brassert, Herten oder Dorsten kommen?
Da sie künftig an der Einmündung rechts auf die Herzlia Allee fahren müssen, bleibt ihnen nur, entweder an der Einmündung Uranusweg oder an der mit Markierungen verbauten Kreuzung Bergstr. mittels Spitzkehre auf die Gegenfahrbahn zu wechseln und dann Richtung Süden zu fahren? Die Herzlia Allee soll ja die offizielle Durchgangsstraße um den Stadtkern sein.
Eine Alternative wäre, an der Bergstr. durch den Stadtkern zu fahren, um dann alle Kreisverkehre und die Vorteile des Einkaufsverkehrs an den Stern-Parkplätzen zu „genießen“. Man beachte, die Straßenführung wurde so verändert, dass der Einkaufsverkehr zur Parkpalette Vorrang hat und nicht der Durchgangsverkehr.
Eine dritte Variante wäre, den gesamten Verkehr über die Heisterkampstr. auf die Bergstr. zu leiten. Wer sich den regelmäßigen Stoßverkehr an Schule und Kindergarten sowie den Einkaufsverkehr zum Supermarkt ansieht und dazu noch den Anwohnerverkehr aus dem gesamten Siedlungsbereich addiert, kann sich schnell ausrechnen, wo die nächsten Proteste auftauchen.
Für mich bleiben mehr Fragen als Antworten:
- Wie hoch ist der Anteil des Verkehrs, dessen Quelle oder Ziel in Drewer-Süd liegt (Anwohner, Schule, Kindergarten, Supermarkt) und der in Richtung Westen oder Süden fließen muss?
- Wie beurteilt die Polizei das Risiko künftiger Spitzkehren an den erwähnten Punkten? Sollen diese auch verboten werden?
- Spielt etwa die Siegerlandstr. auch eine Rolle in dem künftigen Verkehrskonzept ?
- Wo soll denn der Verkehr vom Autobahnzubringer hin, der Richtung Westen muss? Entweder über den Lohmühlenweg Richtung Herten oder über Hülsstr., Otto-Wels-Str. (und den Rückstau des Kreisverkehrs) auf die Bergstr.?
- Warum kommt keiner auf die Idee, den Zubringer zu sperren, wenn das Problem doch so gravierend ist?
- Liegt das Problem vielleicht in einem durchgängigen Gesamtkonzept?
Insgesamt macht dieser Vorschlag auf mich den Eindruck von Aktionismus und nicht von überlegter Planung. Hier wird das Kind (unerwünschter Ost-/West-Verkehr) mit dem Bade (Blockade des gesamten Anwohner und Zubringerverkehr Drewer-Süd) ausgeschüttet.
Es wäre vielleicht hilfreich, wenn die Verantwortlichen die Einwohner von Drewer-Süd in einer Bürgerversammlung über die möglichen Konsequenzen informieren.








