Wieder einer der Besten des Marler BC: David Reinecke (M.) kam in Herten nicht umsonst zu 21 Punkten. Foto: Sänger
Die Gäste zeigten in der Halle der Ludgerusschule über weite Strecken eine engagierte Vorstellung, ohne die eigenen Abwehrprobleme in den Griff zu bekommen. „Früher waren wir fast schon berüchtigt dafür, dass wir sehr unangenehm verteidigen. Heute freut sich jeder auf uns, weil es so leicht ist, gegen uns zu punkten“, schimpfte Gashi.
Ihm bereitet die fehlende Aggressivität in der Defense, die über ein Jahrzehnt von Christoph Michalek verkörpert wurde, zu schaffen. Zumal in Herten Avni Avdyli nicht dabei war und die Hausherren daher unter beiden Körben Vorteile hatten.
Dennoch hätte Marl bei der Löwen-Reserve gewinnen können. Nach einer verteilten ersten Halbzeit ging der MBC mit einem 65:62-Vorsprung ins Schlussviertel. Dem Gast gelang es sogar, die Führung auf acht Zähler auszubauen (72:64).
Ab der 33. Minute ging dann für 180 Sekunden gar nichts mehr. Der Hertener Korb war wie vernagelt, und die Hausherren fuhren einen Schnellangriff nach dem anderen: Vier Minuten vor der Schlusssirene stand es plötzlich 79:72 für Herten II.
Was nun? Burim Gashi gelang es, noch einmal eine Aufholjagd einzuleiten. Marl reduzierte den Rückstand auf einen Punkt (80:81). Das war es auch mit den zählbaren Erfolgen der Gäste, die nun in Person von Benjamin Damberg, Florian de Wal und Gashi selbst die besten Chancen versiebten.
Der Ärger über die verschenkten Korbleger war groß – die Wut auf die Passivität in der eigenen Deckung noch größer.
„Herten macht im vierten Viertel 30 Punkte. Das darf einfach nicht sein“, motzte der Trainer und nahm den jungen Robin Kühweider als Beispiel: „Er hat vorne gut gespielt und mit seinen Distanzwürfen gefallen. Aber hinten ist er im Augenblick ganz einfach zu lieb.“
Marler BC: Dav. Reinecke (21), de Wal (4), Lange, Segeth (2), Gashi (9), Damberg (8), Jung (8), Walter (22), Kühweider (6), Jorga.








