Auch Nina Kaufmann (14) vom Willy-Brandt-Gymnasium will sich für ein Highschool-Jahr in den USA bewerben, vorzugsweise im Mittleren Westen.
Der Weg zu einem Jahr über den großen Teich ist allerdings steinig. Ohne eine professionelle Schüleraustausch-Organisation geht es in der Regel nicht. Und um ins Ausland reisen zu können, wird von den Bewerbern einiges verlangt. Das sind nicht nur gute Schulnoten. Viele Agenturen setzen ganz bestimmte Charaktereigenschaften voraus: Vor allem Durchhaltevermögen, Motivation und die Offenheit, Neues kennen zu lernen, sind gefragt.
Anbieter gibt es reichlich. Interessierte Schüler sollten sich aber vorzugsweise bei einer Organisation bewerben, die langjährige Erfahrung bei der Vermittlung hat. Nach einer „kleinen“ Bewerbung werden die Auslands-Aspiranten zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Dabei kann man mit seiner Persönlichkeit punkten.
Nicht ohne eine gute Vorbereitung: Bevor Auslandsschüler zu ihrer Gastfamilie fliegen können, müssen sie meist einen Vorbereitungskurs in einer großen Stadt in ihrem Wunschland absolvieren. Dort bereiten erfahrene Coaches die jungen Gäste auf ihr „neues Leben“ vor.
Ab Klasse 11 müssen Auslandsschüler allerdings nachsitzen und das Schuljahr in Deutschland wiederholen. Die meisten sehen den USA- oder Japan-Trip aber als ein gewonnenes Jahr. Trotz Heimweh nach der Familie und den Freunden zu Hause ist es eine einmalige Chance, selbstständiger zu werden und neue Kulturen und Lebensstile kennen zu lernen.
Infos zum Schüleraustausch gibt‘s im Internet: www.schueleraustausch-weltweit.de
