Schachtstraße/Oelmühlenweg

Hund niedergestochen - Polizei ermittelt

Von Jochen Börger am 03. Februar 2010 06:50

OER-ERKENSCHWICK. Mittags, fünf vor zwölf, „High noon“ an der Stadtgrenze zu Datteln: Zwei Hunde treffen aufeinander, für einen endet das Geschehen tödlich.

Der Vorfall vom Sonntag, 31. Januar, beschäftigt jetzt die Polizei. Es ist 11.55 Uhr, als eine 49-jährige Oer-Erkenschwickerin mit ihrer amerikanischen Bulldogge in einem kleinen Waldgebiet an der Schachtstraße spazieren geht. Der Hund läuft unangeleint den Bahndamm herunter, plötzlich vernimmt die Halterin die Stimme eines Mannes, der ebenfalls unterwegs ist – mit seinem Retriever. Der Mann ruft nach der Hundebesitzerin, fühlt sich und seinen Vierbeiner augenscheinlich bedroht. Die Frau kommt angelaufen und macht eine grausame Entdeckung. Ihr Hund liegt niedergestochen im Bachlauf und ringt mit dem Tod. Der Mann soll ein Messer gezückt und anschließend selbst die Polizei und einen Tierarzt gerufen haben. Eine Stunde lang bangt die Oer-Erkenschwickerin um das Leben ihres Hundes. Neun Messerstiche im Halsbereich diagnostiziert später der Tierarzt. Dem Veterinär bleibt schließlich nichts anderes übrig, als die Bulldogge einzuschläfern. Die Polizei bestätigt die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens, beteiligt gewesen sei ein 58-jähriger Hundebesitzer aus Datteln. Als Tatort wird der Oelmühlenweg angegeben. Polizeisprecher Michael Franz: „Ob dem Beteiligten aber etwas Strafbares vorgehalten werden wird, kann noch nicht gesagt werden.“

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