Was die besondere Atmosphäre ausmacht, ist auch die Tatsache, dass die „Winterschüler“ das gesamte Tagungshaus am Haardrand für sich haben. So entstand ein kleiner „Mikrokosmos“: Jedesmal probiert die „Jugend Deutschlands – Die Falken“, wie der Veranstalter vollständig heißt, ein neues Demokratie-Modell aus. Diesmal galt es, sich in Parteien zu organisieren, denn nur wer Mitglied einer solchen war, durfte abstimmen – etwa, ob es im Raucherraum Sitzgelegenheiten geben darf oder nicht.
Apropos Mitbestimmungsrecht: In den einzelnen Workshops, die zum Beispiel die Titel „Öl oder Freiheit“ oder „Wie viele Erden (fair-) brauchst du?“ trugen, wurde streng partizipativ gearbeitet. Heißt: Statt eines stumpf vortragenden Referenten recherchierten die jungen Leute ihre Themen selbst, erstellten ihren eigenen „Ökologischen Fußabdruck“. Je nach Lebenswandel, Wohnort und Fortbewegungs-Vorlieben kann man errechnen, wie viele Ressourcen man verbraucht. „Die Deutschen verbrauchen ungefähr zweieinhalb Erden, Nordamerikaner sogar noch mehr“, berichtet Erziehungswissenschaftlerin Eva Jostarndt, die diesen Workshop gemeinsam mit Karina Kohn von den „Falken“ in RE leitete.








