Heute komme ich aber kaum drum herum. "Brrrrrr!", ruft der Kollege, der von einem Außentermin kommt. Rot sind die Nasen des anderen, der nur kurz zum Bäcker raus war. "Lange Unterhose: check! Heizeinlagen: check! Tee: check!", notiert ein Freund bei Facebook, der den Eintrachten aus Frankfurt und Braunschweig im Fußballstadion zuschauen will.
Dort ist auch bereits ein kleiner Wettstreit um die tiefste Zahl auf der Auto-Temperatur-Anzeige ausgebrochen - reihenweise Fotos von Minus-Graden werden hochgeladen. Der Seniorenclub muss sein Kartenspiel-Treffen ausfallen lassen - die Wasserleitungen im Vereinsheim sind eingefroren.
Meine Heizung macht gerade den Kosten-Schnitt der bisherigen Saison komplett kaputt, während die Ski-Unterwäsche eine Renaissance erlebt und ausnahmsweise außerhalb der Piste zeigen darf, was sie kann. Sogar auf den abendlichen Kino-Besuch habe ich gestern verzichtet - bei dem Wetter ist der Aufenthalt draußen eher abschreckend.
Wissen Sie, was die Bauernregel für den 5. Februar, dem Namenstag der Heiligen Agathe, besagt? "Agathe, unsere Gottesbraut, die macht, dass Schnee und Eis wegtaut." Hmm. Agathe, da hast du dich dieses Jahr aber vertan! Dorothea morgen ist auch etwas unsicher: "Manchmal (!) bringt die Dorothee uns den allermeisten Schnee."
Na, ich setze auf Simon (18. Februar), spätestens der wird's richten: "Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage."








