Einen "Frings" gibt es aber auch in der Joseph-Ausführung. Joseph Frings wurde heute vor 125 Jahren geboren und war Erzbischof von Köln.
Sein Bruder war Oberbürgermeister von Neuß, mit Konrad Adenauer geriet sich Frings über das Thema Kindererziehung in die Haare, und Mitglied der Theologenverbindung St.V.k.Th. Rhenofrankonia Bonn war er auch. Aha.
Legendär geworden ist allerdings Bischof Frings' Silvesterpredigt 1946. Der Winter war bitterkalt, die Zeiten waren hart, und nach dem Krieg hatte man ja auch nix. Also könne auch jeder das nehmen, was er zum Überleben brauche - auch wenn man das auf anderem Wege erlange als durch ehrliche Arbeit oder artig "bitte!" sagen. Wenn Sie verstehen was ich meine. Schwupp, hatte der Kirchenmann mal galant den deutschen Wortschutz um das Verb "fringsen" erweitert und der Kohleklau war von ganz oben abgesegnet.
Krieg haben wir hier nicht, gottlob. Aber bitterkalt ist es. Ob ich auch ein bisschen fringsen darf? Ich würde mit der Sitzheizung aus dem neuen Auto meines Bruders anfangen...








