Ja-ja! Aber wer dachte, wir hier in Deutschland leben gefährlich zwischen Glühweinbuden und Ständen mit kitschigem Plastikweihnachtsquatsch, den sie sogar in China als Sondermüll deklarieren würden, der irrt. Frag nach in Vancouver.
Die Metropole an der kanadischen Westküste ist immer eine Reise wert, sage ich Ihnen, und ich weiß wovon ich spreche, denn mir war Vancouver schon zweimal eine Reise wert.
Dumm nur, dass sich das jetzt auch ein Schwarzbär dachte. Mitten in der Stadt, zwischen Cambie und Georgia St - und das ist wirklich mitten in der Stadt; in Erkenschwick wäre das der Berliner Platz -, turnte der auf einmal auf einem Müllcontainer rum. Drum herum eine weihnachtliche Idylle - das mit den Weihnachtsmärkten hat sich Nordamerika nämlich von uns abgeguckt und macht jetzt auch in "Burnt Mandels" und "Glow Vine" (oder so ähnlich, Englischlehrer lesen besser weg) - mit Tannenzweigen und "Jingle Bells" und Christstollen, und auf einmal siehst du dich Auge in Auge mit dem Raubtier.
Vermutlich war er auf einem Lastwagen, der aus dem Norden Kanadas nach Vancouver gefahren war, als blinder Passagier transportiert worden, sagt der Naturschutz-Beauftragte, der schnell herbeieilte und dem 100 Kilo schweren Tier (Allesfresser übrigens...) lieber mal eine Ritalin-Spritze versetzte.
Ich glaube nicht an die "aus Versehen im Laster in die Großstadt geraten"-Geschichte.
Der hatte einfach noch nicht alle Weihnachtsgeschenke!








