Natürlich vor allem, weil dort Sommer und hier Winter ist. Aber damit hören die Unterschiede nicht auf. In Australien können Sie auch nicht einfach in die Bäckerei laufen und sagen: "Drei Mehrkornbrötchen und ein halbes Kassler." Kennen die nicht. Die haben nur Toast. Der wird in 700-Gramm-Gebinden verkauft und lässt sich ohne große Kraftanstrengung auf das Maß eines Golfballes zusammendrücken. Sie ahnen, was ich als Erstes auf meinen Frühstücksteller legte, als ich wieder in heimatlichen Gefilden war...
(In diesem Moment liest ein Kollege einen meiner Texte von heute Korrektur. "Äh, Tamina?! Verwaist schreibt man doch mit ai? Du hast das hier mit ei geschrieben...?!" Und sie grinsen sich an und nicken wissend: "Vier Wochen...")
Ich habe Australien in den vier Wochen vor allem als außerordentlich diszipliniertes, geordnetes Land erlebt. Waren große Feste zu feiern - Silvester oder den Nationalfeiertag "Australia Day" -, so brachten die Australier eine ganze Armada an Equipment und Personal auf. Dixie-Klos bei Massenveranstaltungen (Luxus-Dixie-Klos, muss man sagen - mit Spülung und Handwaschbecken. Aber okay, ich belästige Sie jetzt nicht mit noch mehr Details...), Trinkwassertanks wegen der glühenden Hitze, Sicherheitskräfte und Polizisten, die im Verhältnis 1:1 zur Besucherschar aufliefen, und Flugblätter, auf denen detailliert die Fahrzeiten der Nach-Hause-Busse vermerkt waren. Toll, wirklich - so macht das Feiern Spaß!
Und wie sauber die Strände in Australien sind! Wie reibungslos wir quer durchs Land jetteten! Wie freundlich die Menschen, die einem sogar halfen, wenn man noch gar nicht auf die Idee gekommen war, dass man Hilfe bräuchte. Und dann noch...
Ach nein, ich höre jetzt auf, von Australien zu erzählen, zu schwärmen. Morgen erscheint eine Stimberg Zeitung, und die soll möglichst samt korrekter Uhrzeiten und Rechtschreibung ausgeliefert werden








