Wir wollen keinen falschen Eindruck erwecken, aber es stellt sich die Frage, ob der Jugendtreff ausschließlich für männliche türkische Jugendliche ist? Der Islam und die Moscheegemeinden hier im Ruhrgebiet stehen unter genauer Beobachtung. DITIB wird zum Teil vom Verfassungsschutz beobachtet, da man unter dem aktuellen Ministerpräsidenten Erdogan die Zügel zwischen Staat und Religion wieder kräftig anzieht. Die Ungleichbehandlung von Mann und Frau oder die Schaffung von Parallelgesellschaften sind Fakten, mit denen sich DITIB kritisch auseinandersetzen muss. Der Bericht und auch das Foto unterstreichen beide Punkte. Angebote für Frauen gibt es zunächst nicht und es wäre doch auch ein Zeichen gegen Parallelgesellschaften, wenn auch deutsche Jugendliche die Einrichtung nutzen könnten.
Die erklärte Absicht der Jugendlichen, „mehr Deutsch zu sprechen“, und von der Straße in den Jugendraum zu gehen, ist unterstützenswert. Die Moscheegemeinde täte sich aber einen großen Gefallen, wenn auch weibliche Jugendliche ein ordentliches Angebot erhielten und deutschen Jugendlichen die Tür geöffnet wird. Leider hat DITIB mit dem Bericht weiter dazu beigetragen, dass sich Vorurteile bestätigen anstatt diese abzubauen. Auch aus der Nachbarschaft sind kritische Stimmen zu hören. Die UBP wird die Entwicklung vorurteilsfrei im Auge behalten.“








