Nachruf: Große Trauer um Willi Hedtrich

WALTROP Engagiert weit über das übliche Maß hinaus, unmissverständlich und authentisch, aber vor allem fair und ein Sportsmann mit Weitblick – so kannten viele Waltroper Willi Hedtrich, der am Dienstag dieser Woche völlig überraschend im Alter von 73 Jahren gestorben ist. Die Trauer um den Ur-VfBer ist groß – weit über die blau-weißen Grenzen des Fußballklubs hinaus.

  • Willi Hedtrich starb am Dienstag dieser Woche im Alter von 73 Jahren. Foto: Thomas König

Der gebürtige Waltroper war ein Kind der Alten Kolonie. „Es wäre daher für ihn eine Sünde gewesen, zu den Teutonen zu gehen. Es war absolut klar, dass er als Fußballer zum VfB gehen würde“, erinnert sich Willi Hedtrichs alter Wegbegleiter Ernst Engelke.

61 Jahre VfB-Mitglied

1957 – vor 61 Jahren – startete Willi Hedtrich in der zweiten Schülermannschaft. Jugendleiter waren damals Johann Schwerdt und Eduard Schwarze. Höhepunkt seiner aktiven Laufbahn war der Aufstieg in die Bezirksliga 1964 – gemeinsam mit den alten Strategen wie Siegfried Tanne, Peter Tretschok, Heinz Sternke und Rolf Lütkenhaus.

Linksfuß

Eingesetzt wurde der Linksfuß meist auf der Position des linken Verteidigers. „Der rechte Fuß war da, um das Gleichgewicht zu halten oder Bier zu holen“, blickt Ernst Engelke zurück. Er erzählt das mit stockender Stimme, aber auch mit einem verschmitzten Lächeln.

Immer fair

Herzensgut sei „Uns’ Willi“ gewesen. Er blieb immer fair und respektierte seine Gegenspieler.
Was er nicht ertragen konnte, waren Ungerechtigkeiten. Schon als B-Junior kämpfte er so manchen Disput aus – „Leidtragender“ war damals der Vorsitzende Helmut Rehmsen, dem Willi Hedtrich stets klipp und klar seine Meinung sagte. Von den 1,70 Metern Körpergröße war Bergmann Willi Hedtrich, der zunächst auf der Zeche Waltrop und später auf Achenbach arbeitete, weit entfernt. Es mag daran liegen, dass Willi Hedtrich ein ausgeprägtes Stimm-Organ hatte. „Nur Curry Heini ist lauter“, sagt Ernst Engelke und lächelt warmherzig.

Angepackt

Wenn es darum ging, mit anzupacken, war Willi Hedtrich der erste Mann am Besen. „Bei ihm ist die Feststellung, dass er eine sehr große Lücke hinterlässt, keine Phrase“, befindet Ernst Engelke. Und wieder huscht ein liebevolles Lächeln über sein Gesicht, als er sagt: „Bei den Fahrten mit der Altliga sorgte Willi immer für Stimmung und stimmte Lieder an.“ Welches er immer als erstes sang? „Im VfB, da will ich sein…“
Die Wortgottesdienstfeier mit anschließender Urnenbeisetzung ist am Samstag, 20. Januar, um 11 Uhr in der Waltroper Friedhofskapelle.
2 KOMMENTARE
12.01.18 19:50

zum Tode von Willi Hedtrich

ein Artikel von der Waltroper Zeitung der zu Herzen geht. Willi war einer der gaaanz Guten!

12.01.18 18:31

Mein Beileid

der Familie. Ich sehe dich noch mit deinem grünen Helm durch den Streb laufen und dort, genau wie auf dem Sportplatz ,konnte man herrlich diskutieren. Danke, dass ich dich so lange kennen durfte! Glück Auf Willi

?

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