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Robert Lanfermann am Bass und ein sagenhafter Jonas Burgwinkel am Schlagzeug. Foto: Stefan Pieper
Pablo Held sucht, ja forscht auf dem Flügel nach Klängen. Wenn er mit intuitivem Gespür Wege auslotet und die Tasten behutsam drückt, als wären die Töne kleine kostbare Bausteine für Größeres, scheint dies eher Fragen aufzuwerfen, als Antworten zu liefern. Sein Spiel zeichnet Bilder, transportiert Emotionen und spiegelt so viele Einflüsse und Hörerfahrungen – die er übrigens auf seiner Website in Gestalt von CD-Tipps offen legt.
Sein Spiel ist dabei präsent genug, um auch den gewagtesten Aktionen seitens des Schlagzeugers Jonas Burgwinkel Paroli zu bieten. Dieser agiert wie in Trance versunken, füllt ganze Räume zwischen den Beats mit seinem Feuerwerk aus unberechenbaren Aktionen auf Trommeln, Becken, mit Sticks, Besen und bloßen Händen.
Ein subtiler wie mächtiger Klangzauberer ist Robert Landfermann auf dem fünfsaitigen Kontrabass. Er beackert die Saiten mit zupackender Präzision, lässt mit dem Bogen sphärische Klänge direkt über dem Steg entstehen und vermittelt als hellwaches Bindeglied zwischen den beiden konträren Elementen an seiner Seite – oder sind dies doch Teile einer Symbiose?
Völlig abstrakt und freejazzig ist das Spiel dieses Trios mitnichten. Denn es gibt auch melodische Wärme und ganz viel Sinnlichkeit und phasenweise swingt die hohe Schule es Jazz. Aber nur, wenn es gerade „passt“ in einem beständigen Szenario aus Suchen und Finden. – Und wird begeistert gefeiert!
