Christian Brückner liest bei den Ruhrfestspielen »Die Reise nach Petuschki« von Wenedikt Jerofejew.
Claudia Amm und Günter Lamprecht lesen aus Leo Tolstois „Kreutzersonate“ und – als eine Art Gegendarstellung – aus Sofja Tolstajas „Eine Frage der Schuld“. Eine Ehe-Schlacht der besonderen Art. Und ein Duell wohl auch auf literarischer Augenhöhe.
Christian Brückner – „The Voice“ und die wahrscheinlich berühmteste deutsche Stimme – kehrt wieder zu den Ruhrfestspielen zurück. Und das gern. Er liest aus „Die Reise nach Petuschki“ von Wenedikt Jerofejew. Und er lässt sich wieder musikalisch begleiten. Von Sohn Kai.
Andrea Sawatzki und Christian Berkel (der nicht nur in Tarantinos „Inglorious Bastards“ glänzte und das erste Mal den Ruhrfestspielen die Ehre erweist) wollen Alexander Gelmans „Zwei auf einer Bank“ auf die Lese-Bühne bringen. Die Geschichte zweier Einsamer – präsentiert von zwei Menschen, die sich im wirklichen Leben längst gefunden haben.
Ulrich Matthes, der schon lange nicht mehr heimliche Star der alljährlichen Lesungs-Reihe, serviert diesmal Tschechow. „Die Dame mit dem Hündchen“ und andere Erzählungen. Matthes’ Intensität ist dabei auch wenn er liest, nicht spielt, unglaublich!
Hannelore Elsner ist an sich schon ein Erlebnis. Und wenn sie den vermutlich ersten Krimi der russischen Literatur ins Ruhrfestspielhaus bringt, wenn sie das ausgegrabene Schauderstück „Nymphodora Ivanova“ von Ivan Goncarov auf die Bühne bringt, dann ist das sicher auch ein Erlebnis.
Thomas Thieme hat 2010 die Ruhrfestspiele eröffnet. Als Robert Guiskard. Jetzt ist er wieder da – und liest aus „Geschichten aus Odessa“ von Isaak Babel.
Burghart Klaußner kehrt – wie inzwischen viele, sehr viele Stars der Schauspiel-Szene – immer wieder nach Recklinghausen zu den Ruhrfestspielen zurück. Auch jetzt. Er liest „Pique Dame“ und andere Erzählungen von Alexander Puschkin. Übrigens: Klaußner ist auch in „Tod eines Handlungsreisenden“ zu erleben. Beides sollte man auf gar keinen Fall verpassen.
Frank Bsirske und Frank Hoffmann, der VER.DI-Chef und der Ruhrfestspiel-Chef treffen sich auch in diesem Jahr wieder. Sie haben sich Vladimir Kazakovs „Die Fehler der Lebenden“ geschnappt. Kurios, verspielt, absurd. Und damit wollen sie nachdenklich machen und amüsieren.
