Hintergrund: Moldawiens kranke Kinder im Teufelskreis
05. Dezember 2011 10:49
CHISINAU/MOLDAWIEN.
Kinder, die in Moldawien an Krebs erkranken, geraten durch ihre Lebensumstände oft in einen Teufelskreis, der ihre Heilungschancen gegenüber Kindern etwa in Deutschland drastisch verschlechtert. Ion, den wir Ihnen heute auf dieser Seite vorstellen, ist dafür ein trauriges Beispiel.
- Die Krankheit wird von zumeist schlecht ausgebildeten Ärzten nur selten rechtzeitig erkannt, die fachgerechte Behandlung beginnt damit meist viel zu spät.
- Die einzige Krebsstation in der moldawischen Hauptstadt Chisinau, der wir unser diesjähriges Spendenprojekt gewidmet haben, ist schlecht ausgestattet, und den betroffenen Eltern fehlt zudem das Geld um notwendige und teilweise teure Medikamente zu kaufen. Der Staat gibt in der Regel keine Zuschüsse.
- Die Eltern werden zwar aufgeklärt und geschult im Umgang mit ihren kranken Kindern und wie sie die Behandlung unterstützen können. Aber das bringt wenig, denn die Situation der meisten Familien, die wir besucht haben, sieht anders aus:
- Der Vater arbeitet in Russland, der Ukraine, Rumänien oder in einem Land der EU. Die Mutter muss oft auch arbeiten. Die Kinder bleiben in der Obhut der Großeltern zurück und die hat niemand geschult.
- Diäten werden nicht eingehalten, das Kind fällt in die alte Lebensweise zurück: Dreck, unhygienische Verhältnisse, schlechte Nahrung, Süßigkeiten, Ruhigstellung vor dem den ganzen Tag laufenden Fernseher.
- Am Ende schlägt die Therapie nicht an, die Krankheit kommt zurück.
- Diesen Teufelskreis an vielen Stellen zu durchbrechen, ist das Ziel unserer Spendenaktion.