Unser Nachrichtenüberblick: Streik an Uni-Kliniken, Bewegung in den USA, Tote in Indien

Kreis RE/Region Guten Morgen! Ein Industriearbeiter aus Dorsten ist nach einer brutalen Vergewaltigung verurteilt worden. In NRW sind Mitarbeiter mehrerer Uni-Kliniken in den Warnstreik getreten. Die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hält von den sozialpolitischen Themen der SPD nichts. In den USA rückt eine Einigung im Haushaltsstreit näher. In Indien snd bei einem Hotelbrand mindestens 17 Menschen gestorben. Was sonst an diesem Dienstag, 12. Februar, wichtig ist und wird, erfahren sie in unserem Nachrichtenüberblick:

Die aktuelle Nachrichtenlage

  • Dorsten: Nach einer brutalen Vergewaltigung seiner heimlichen Geliebten ist ein Industriearbeiter aus Dorsten zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das berichtet der Sender Radio Vest. Der 39-Jährige hatte gestanden, im November 2018 über die zweifache Mutter hergefallen zu sein. Außerdem hatte er gedroht, die Frau und deren zwei Kinder zu töten.
  • Essen/Düsseldorf: Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst sind am Dienstag Mitarbeiter mehrerer Unikliniken in Nordrhein-Westfalen in einen ganztägigen Warnstreik getreten. An den Kliniken in Köln, Bonn, Düsseldorf und Essen legten die Beschäftigten mit Beginn der Frühschicht die Arbeit nieder, wie Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Morgen sagten. «An den Kliniken Köln und Bonn rechnen wir damit, dass sich heute jeweils rund 200 Kolleginnen und Kollegen beteiligen», sagte Volker Wenner von der Gewerkschaft Verdi am Morgen.
  • Berlin: Annegret Kramp-Karrenbauer schließt eine Abriegelung der deutschen Grenzen im Fall einer Wiederholung der Flüchtlingskrise von 2015 nicht aus. Das machte die CDU-Vorsitzende nach einem «Werkstattgespräch» ihrer Partei deutlich. Zudem wies sie den Großteil der sozialpolitischen Pläne der SPD in den ARD-«Tagesthemen» zurück.
  • Washington: Im wochenlangen Haushaltsstreit in den USA gibt es Fortschritte: Mehrere US-Medien berichteten am Montagabend (Ortszeit) unter Berufung auf die führenden Unterhändler von Demokraten und Republikanern im US-Kongress, es gebe eine «grundsätzliche Einigung» zwischen beiden Seiten. An Details werde aber noch gearbeitet. Einzelheiten nannten die Unterhändler demnach nicht, die Gespräche gingen weiter. US-Präsident Donald Trump sagte am späten Montagabend (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt in El Paso im US-Bundesstaat Texas, man habe ihn kurz vor der Veranstaltung informiert, dass es Fortschritte in den Gesprächen gebe. Er wisse aber nicht, was genau damit gemeint sei.
  • Deutschland: Berliner Autofahrer brauchen nach einer Studie bundesweit die meiste Geduld. Im vergangenen Jahr verloren sie im Schnitt 154 Stunden in dichtem Verkehr und Stau, wie der Verkehrsdatenanbieter Inrix ausgerechnet hat. Leidgeprüft sind demnach auch Münchner und Hamburger, die 140 beziehungsweise 139 Stunden einbüßten. Deutsche Städte stehen aber noch recht gut da: Metropolen wie Rom, Paris, London und Moskau liegen deutlich über 200 Stunden.
  • Münster: Das Bistum Münster richtet für die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche eine neue Stelle ein. Peter Frings, bislang Justitiar des Caritasverbandes für die Diözese Münster, wird ab dem 1. April Interventionsbeauftragter, wie die Kirchenleitung am Montag in Münster mitteilte. In dieser Rolle soll der 60-jährige Jurist und verheiratete Familienvater bei Verdachts- oder Meldehinweisen zu sexuellem Missbrauch die Ansprechpersonen unterstützen sowie die Kontaktaufnahme zur Staatsanwaltschaft und anderen Behörden sicherstellen.
  • Berlin: Matthias Schweighöfer (37) und die Schauspielerin Ruby O. Fee (23) haben sich am Montagabend gemeinsam bei einer Party zur Berlinale gezeigt. Dabei posierten sie für Fotografen. Schweighöfer gab der Schauspielerin einen Kuss auf die Wange. In den vergangenen Tagen hatten sie Beziehungsgerüchten mit einem Pärchen-Foto selbst Vorschub geleistet. Hier geht es zum Berlinale-Blog unserer Kollegin Katharina Weber.
  • Neu Delhi: Bei einem Brand in einem Hotel im Zentrum der indischen Hauptstadt Neu Delhi sind am frühen Dienstagmorgen mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern war auch ein Kind, wie die Nachrichtenagentur ANI mitteilte. 35 weitere Menschen seien aus dem Flammen gerettet worden. Mittlerweile sei das Feuer gelöscht. Die Retter suchten nach weiteren Opfern. Untersucht werde auch die Ursache für den Brand in dem Hotel Arpit Palace.


Das Wetter

Im Kreis Recklinghausen bestimmen zahlreiche dunkle Wolken und wenig Sonnenschein das Wetter, und die Temperaturen klettern am Tage auf 5 Grad. Nachts sinken die Werte dann auf 1 Grad. Der Wind weht leicht aus südwestlichen Richtungen.

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Der Kreis multimedial

Der Tunnel auf der alten Bahntrasse an der Herner Straße in Recklinghausen ist fertig. Radler und Fußgänger können jetzt geradeaus über eine neue Ampel die Kunstmeile nutzen. Für Autofahrer heißt es ab der kommenden Woche allerdings genau das Gegenteil. Sie müssen Umwege fahren. Unsere Kollegen von cityInfo.TV waren vor Ort.


Weitere Themen des Tages

  • London: Die britische Premierministerin Theresa May wird etwa ab 13.30 Uhr eine Erklärung im Parlament über den Stand der Brexit-Verhandlungen abgeben. Am Donnerstag sollen die Abgeordneten im Unterhaus dann über weitere Schritte im Brexit-Prozess abstimmen. Großbritannien will am 29. März die Staatengemeinschaft verlassen.
  • Madrid: Vor dem Obersten Gericht in Madrid beginnt um 10.00 Uhr der mit Spannung erwartete Prozess gegen zwölf katalanische Separatistenführer. Die Staatsanwaltschaft wirft den Politikern und Aktivisten, von denen die meisten seit mehr als einem Jahr in Haft sind, im Zuge des Unabhängigkeitsreferendums vom 1. Oktober 2017 Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Mittel vor.
  • Fußball: Das Achtelfinale der Champions League beginnt um 21.00 Uhr gleich mit einem Topspiel. Thomas Tuchel tritt mit seinem Starensemble von Paris Saint-Germain um die deutschen Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer bei Manchester United an. Im zweiten Spiel der Runde der letzten 16 empfängt der AS Rom den FC Porto.
  • Essen: Der Industriegigant Thyssenkrupp nimmt Kurs auf seine geplante Aufspaltung: Zusammen mit den Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2018/2019 (30.9.) will der neue Konzernchef Guido Kerkhoff am Dienstag (12.2.) auch die Organisations- und Führungsstrukturen der beiden geplanten Gesellschaften vorlegen. Die Personalentscheidungen sollen dann im Frühjahr folgen, bevor im Mai die Eckdaten zur Finanzstruktur und zur Strategie der beiden Gesellschaften im Mai vorgestellt werden sollen.
  • Bielefeld: Die Zahl der bislang bekannten Opfer von schwerem sexuellem Missbrauch auf einem Campingplatz in Lügde ist auf 31 gestiegen. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag gemeinsam in Bielefeld mit. Unter den Opfern seien 27 Mädchen und 4 Jungen im Alter zwischen 4 und 13 Jahren. Bei einer ersten Pressekonferenz Ende Januar waren die Ermittler von 23 Opfern aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ausgegangen, hatten aber auf eine vermutlich hohe Dunkelziffer verwiesen. Aus welchen Bundesländern die jetzt neu identifizierten Opfer kommen, wollte eine Polizeisprecherin nicht sagen.
  • Schweden: Deutschland trifft im Team-Event bei der Ski-WM in der ersten Runde auf Großbritanniens Skirennfahrer mit Dave Ryding. Sollte der Einzug ins Viertelfinale gelingen, wartet dort entweder Weltmeister Frankreich oder Russland. Auf Olympiasieger Schweiz oder die ebenfalls starken Gastgeber aus Schweden können Linus Straßer, Anton Tremmel, Dominik Stehle, Lena Dürr, Christina Geiger und Marlene Schmotz frühestens in einem möglichen Halbfinale treffen. Start des Wettkampfs am Dienstag ist um 16.00 Uhr (ZDF und Eurosport).
  • TV-Übertragung: Nach der erfolgreichen Handball-WM wünschen sich auch Eishockey und Basketball wieder Live-Übertragungen ihrer Nationalteams in ARD und ZDF. Über die Initiative «Teamsport Deutschland» wollen der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und der Deutsche Basketball Bund (DBB) bei den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern dafür werben, sich für Events ihrer Sportarten wieder um Rechte zu bemühen oder Sub-Lizenzen von den Rechte-Inhabern zu erwerben.

 

Zahl des Tages

  • 150: Ein Boot mit rund 150 Migranten an Bord ist nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) vor der libyschen Küste in Seenot geraten. Die Menschen bräuchten Hilfe, es sei «dringend, sie so schnell wie möglich zu retten», twitterte IOM-Sprecher Flavio Di Giacomo gestern.  


Die Lage auf den Straßen

Die Entwicklung auf den wichtigsten Strecken in unserer Region können Sie bei uns minutengenau auf dieser interaktiven Grafik verfolgen.


Trends in den Sozialen Medien

Unter dem Hashtag #warnstreik gibt es bei Twitter aktuelle Informationen zum Streik im öffentlichen Dienst.

Mit dpa-Material
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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    12. Februar 2019, 07:13 Uhr
    Aktualisiert:
    12. Februar 2019, 13:36 Uhr