Neue Funktionen bei WhatsApp

Laut Angaben des Herstellers WhatsApp nutzen die App mehr als 31 Millionen User in Deutschland. Damit überbietet die Anwendung Twitter und andere Nachrichtendienste. Seit einiger Zeit ist WhatsApp zum Ärger einiger Nutzer zur Standardkommunikation geworden.

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Ein ruhiges, konzentriertes Arbeiten fällt dabei nicht ganz leicht. Eintreffende WhatsApp-Nachrichten lösen regelmäßig einen Signalton aus und unterbrechen die Konzentration. Da Kollegen und Geschäftspartner über WhatsApp wichtige Informationen und Hinweise verteilen, ist der Nutzer automatisch dazu verleitet, zeitnah zu antworten. Das kann unter Umständen zu zeitlichen Engpässen und Stress führen. Der Hersteller hat jetzt mit fünf neuen Updates auf die Wünsche seiner Kunden reagiert. Das richtige Smartphone vorausgesetzt, kann man unter anderem unerwünschte Chatpartner stumm schalten oder eingehende Nachrichten als ungelesen markieren. Die Updates sind bisher für Android-Nutzer zugänglich.

Prepaid für WhatsApp

Wer ein Smartphone hat, aber WhatsApp nicht nutzen will, weil er keine Internetflatrate und keinen Vertrag besitzt, kann aufatmen. Die App ist so beliebt, dass sich Mobilfunkanbieter spezielle Prepaid-Angebote ausgedacht haben. Zum Beispiel gibt es eine WhatsApp-SIM-Karte mit der Nutzer ohne Guthaben und ohne WLAN Zugang zu der App haben. Die SIM beinhaltet eine kostenlose Flatrate, die ein bestimmtes Datenkontingent zum „whatsappen“ bereitstellt. Damit kann der Nutzer Textnachrichten, Bilder und Videos verschicken, ohne einen zusätzlichen Cent auszugeben. In der Regel steht pro Monat 1 Gigabyte Datenvolumen zur Verfügung. Besonders eignet sich die App für Nutzer, die ausschließlich WhatsApp benutzen. Mit der SIM-Karte ist es zwar möglich, zu telefonieren oder E-Mails zu schreiben, doch das verfügbare Datenvolumen ist dadurch schnell verbraucht. Anschließend drosselt der Anbieter die Geschwindigkeit und verlangt Geld für jedes weitere verbrauchte Megabyte.

Welche WhatsApp-Flatrates es gibt und wie die einzelnen Angebote aussehen, kann der Nutzer bei preis24.de einsehen. Dort gibt es eine Vergleichstabelle mit allen derzeit verfügbaren Flatrates für WhatsApp. Der Nutzer kann über die Webseite die WhatsApp SIM bestellen oder einen Vertrag abschließen und sich ein neues Smartphone holen.

Was bringen die neuen Updates für den Nutzer?

Die neuen Updates sollen dem Nutzer eine Reihe von Vorteilen bringen können. Eine der neuen Funktionen beinhaltet das Stummschalten von Chats. Viele WhatsApp-Nutzer kennen es aus eigener Erfahrung, wie störend es ist, wenn innerhalb kurzer Zeit unzählige Nachrichten auf dem Handy eingehen. Zwar konnte der Nutzer bisher einen Gruppenchat stumm schalten, doch andere Gespräche waren davon ausgeschlossen. Jetzt können die Signalmeldungen jedes einzelnen Gesprächspartners abgestellt werden. Auch das Ablehnen von Nachrichten ist möglich. Die Laufzeit variiert: Bis zu einem Jahr währt die längste Laufzeit, in der Nachrichten von bestimmten Absendern nicht mehr zugestellt werden. Nützlich ist es beispielsweise während einer anspruchsvollen Arbeitswoche. Innerhalb dieser Zeit kann es entlastend wirken, wenn private Nachrichten Sendepause haben. Die Stummschaltung ist in der Detail-Ansicht einstellbar.

Weiterhin neu bei WhatsApp ist das Zuweisen von Klingeltönen und Farben. Der Freund, der Ehepartner, oder der Geschäftspartner, jetzt erhält jeder eine eigne Farbe und einen eigenen Ton. Die Einstellungen öffnen sich, wenn der Nutzer oben auf den Namen des Gesprächspartners klickt.

Nachrichten als ungelesen markieren

Für Aufregung sorgt vor allem die neue Funktion, mit der Nachrichten als ungelesen markierbar sind. Die WhatsApp-Fangemeinde hat lang darauf gewartet. Jetzt lassen sich bestimmte Nachrichten als nicht gelesen kennzeichnen. Leider verschwinden die berühmten blauen Häkchen nicht. Der WhatsApp-Partner sieht immer noch, ob der andere die abgesetzte Nachricht gelesen hat. Viele fragen sich sicherlich, was diese Funktion bringt. Der Hersteller gibt an, dass das Feature der Verwaltung von Kontakten dienen soll. Wenn der Nutzer nicht direkt antworten kann, drückt er für ein paar Sekunden auf die eingegangene Nachricht und markiert sie zur Erinnerung. Später sieht er durch die Markierung, dass er dem Gesprächspartner zurück schreiben muss.

Backup-Funktion funktioniert

Eine weitere Neuheit ist das Back-up. Zwar konnten Nutzer bereit seit April Back-ups von Chats und Fotos auf Google Drive speichern. Dazu musste in den Back-up-Einstellungen das Google Account eingetragen werden. Die Funktion lief nicht problemlos. Oft erhielten die Nutzer Fehlermeldungen beim täglichen Backup. Durch die neue Version ist der Zugriff wieder einstellbar. Die App speichert die Gespräche im Google-Cloud-Speicher ab.

Hinweis: Smartphonenutzer mit Androidbetriebssystem können die Updates von der herunterladen. Im App Store ist die neue Version noch nicht erhältlich.

Über WhatsApp

Das kalifornische Unternehmen WhatsApp gehört seit 2014 zu Facebook. Benutzer können das mobile Anwendungsprogramm mit verschiedenen Smartphone-Betriebssystemen nutzen. Zwar ist WhatsApp beliebt, doch die Konkurrenz schläft nicht. Neue Messenger-Apps, wie die Microsoft Chat-App „Send“ sind auf dem Vormarsch. Mit den neuen Updates hat WhatsApp auf die Konkurrenz reagiert und diese auf ihre Plätze verwiesen.



ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    28. Juli 2015, 16:22 Uhr
    Aktualisiert:
    22. Dezember 2017, 03:34 Uhr