Wie leicht das manchmal selbst am Flughafen funktioniert, konnte ich am Donnerstag in Murcia aus nächster Nähe beobachten. Gemeinsam mit dem Fotografen, der die Spieler von Borussia Dortmund für die Ruhr Nachrichten ablichtet, stand ich an dem kleinen Provinz-Airport in Spanien und wartete auf die Landung des BVB-Fliegers.
Kein Problem
Das Problem: Die Spieler sollten nicht durch den normalen Ausgang das Terminal verlassen, sondern direkt auf dem Rollfeld in den extra aus Dortmund eingefahrenen Mannschaftsbus steigen. Doch habe ich Problem gesagt? Für unseren Fotografen war das kein Problem, zumindest kein großes. Was stören ihn schon wochenlange Security-Checks und strenge Anti-Terror-Gesetze?
Ein kurzer Plausch in einem portugiesisch-spanischen Sprachgemisch mit einem Flughafen-Angestellten, schon wurde unser Fotograf zum obersten Chef des Airports geführt. Der gut gelaunte Flughafen-Boss saß praktischerweise gerade in der Cafeteria und gönnte sich zur Mittagspause einen Kaffee. Ein weiteres kurzes Gespräch, von dem ich nicht einmal rudimentär sagen kann, worum es ging, und eine gemeinsame Zigarette später wurde mein Kollege von den netten Security-Männern in ihr Büro geführt. Folgte jetzt die Strafe für seinen naiven Versuch, die Sicherheitsbarrieren zu umgehen?
Nett Fragen hilft
Weit gefehlt: Es dauerte keine 20 Minuten, da stand unser Fotograf mit einer gelben Warn-Weste und einem Access-All-Areas-Sticker auf dem Pullover vor mir. Breit grinsend erklärte er mir, er dürfe gleich natürlich auf das Rollfeld – und hätte sich auch direkt für den Abflug ein Dokument besorgt, das ihm erneut Zutritt gewähren würde.
Eine halbe Stunde später setzte der BVB-Flieger auf – und unser Fotograf hatte die Fotos, die wir brauchten. Nett Fragen hilft also anscheinend auch an so strikt regulierten Orten wie einem Flughafen.











