Das Prozedere nach den Trainingseinheiten ist immer gleich: Kagawa kommt vom Platz, der Kollege schaltet sein Diktiergerät ein, dann wird munter erzählt. Manchmal gut 10 Minuten lang. Wir rätseln, was denn da so besprochen wird und erfahren, dass der arme Shinji tatsächlich detailiert über einzelne Sequenzen des Trainings berichten muss.
Warum, warum?
Warum bin ich in dieser oder jener Situation links- oder rechtsherum gelaufen, warum habe ich mit Effet und nicht mit Vollspann geschossen? Unsere Hochachtung vor Kagawa, der ohnehin auch für uns deutsche Journalisten immer sehr höflich und geduldig Rede und Antwort steht, ist weiter gestiegen.
Heute, erzählt uns der japanische Kollege, sei sein letzter Tag in Spanien. Er müsse noch am Abend zum Flughafen. Der nächste Auftrag wartet. Ziel sei Doha in Katar, dort trainiert BVB-Rivale Schalke mit Atsuto Uchida, eventuell werde er auch noch die Bayern besuchen. Die haben mit Takashi Usami ein weiteres Talent aus Japan unter Vertrag.
Mitleid
Der Kollege tut uns ein wenig Leid. So ein Trainingslager-Hopping muss wahnsinnig anstrengend sein. Doch er lächelt nur, was wohl soviel heißen soll wie „kein Problem!“. Sonntag, sagt er, sehe man sich wieder. Da spielt der BVB in Düsseldorf ein Kurzturnier.
Die Esprit-Arena liegt direkt neben dem Düsseldorfer Flughafen. Ein Event der kurzen Wege für den Japaner. Wie praktisch.











