Fußball-Westfalenliga: Spvgg. Erkenschwick gegen Wanne: Wer bleibt dran?

OER-ERKENSCHWICK Zur Kunstrasen-Premiere in dieser Saison hat sich die Spvgg. Erkenschwick einen besonderen Gast ausgesucht: Am heutigen Freitag kommt DSC Wanne-Eickel (Anstoß: 19.30 Uhr). Das Derby ist kein Spitzenspiel mehr. Oder etwa doch?

  • Ahmet Inal Spvgg. Erkenschwick Fußball Westfalenliga Saison 2018/2019

    Ahmet Inal und die Spvgg. Erkenschwick wollen am Freitag - dann auf Kunstrasen - endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Foto: Olaf Krimpmann

Experten hatten DSC wie Spvgg. vor der Saison in der Tabelle ganz oben mitspielen gesehen. Nach elf Spielen sieht die Realität so aus, dass am Stimberg der aktuelle Tabellensiebte den Achten empfängt. Allerdings ist es noch zu früh in der Saison, um den Abgesang anzustimmen, findet Erkenschwicks Trainer René Lewejohann: „Fußball ist so schnelllebig, da kann noch alles passieren.“

Ganz von der Hand weisen will der Ex-Profi aber nicht: „Wir sollten schon punkten, um nicht den Kontakt ganz abreißen zu lassen.“

Dass den Zuschauern einiges geboten wird, liegt für den Trainer auf der Hand: „Ein Derby unter Flutlicht, mehr geht doch gar nicht im Amateurfußball.“ René Lewejohann weiß um die Schwierigkeit der aktuellen Situation: „Nach solch einer Niederlage wie in Finnentrop war es wichtig, überhaupt wieder in die Spur zu kommen. Ein Ansatz war am Sonntag gegen den TSV zu erkennen. Jetzt gilt es, den gegen Wanne zu perfektionieren.“

Mannschaft mit einer spontanen Selbstanalyse

Vielleicht trägt ja der vergangene Dienstag dazu bei, dass der Knoten endlich platzt. Spontan habe sich die komplette Mannschaft da in der Kabine zusammengesetzt und die Lage analysiert, berichtet der Trainer. Eine Stunde habe man geredet. „Und das alles sehr konstruktiv“, so der Übungsleiter. „Die Spieler waren sehr selbstkritisch. Sie haben selbst erkannt: Nach dem sechsten Spieltag, nach der Niederlage in Lünen, haben wir aufgehört zu arbeiten. Das, was wir danach gezeigt haben, ist nicht unser Anspruch.“

Weit von eigenen Ansprüchen entfernt ist auch der Gegner, der einen miserablen Start in die Saison hingelegt hatte und der – anders als die Spvgg. – offenbar jetzt im Aufwind ist. Die Mannschaft des Marler Trainers Holger Floßbach stürzte am Sonntag Spitzenreiter SG Finnentrop/Bamenohl beim 3:1-Sieg vom Thron.

„Das Spiel ist doch ein ganz anderes als ein Derby“, findet Holger Flossbach. Der hat gehörigen Respekt vor den „Schwickern“: „Aus unserer Sicht ist es ein kleines Wunder, dass wir auf Augenhöhe sind mit Erkenschwick.“

Erneut hat Wanne mit einer Flut von Ausfällen zu kämpfen. „Zwölf Verletzte, sechs davon absolute Leistungsträger“, zählt Flossbach auf, „und da sind heftige Sachen dabei.“ Wie bei Kapitän Sven Preissing (Sprunggelenk) oder Josse Gerick (Achillessehnenriss).

Wieder fit ist dafür Davide Basile, der Ex-Erkenschwicker kennt den Kunstrasen am Stimberg genau so gut wie Sebastian Westerhoff, die beide am Freitagabend folglich auch auf der After-Match-Party der Spvgg. im Vereinsheim erwartet werden dürften.

Bei der Spvgg. sieht die Personallage im Vergleich mit Wanne etwas besser aus: Es fehlen Dennis Konarski (Rotsperre) sowie die verletzten Lukas Große-Puppendahl, Janik Bröcker und Kevin Hegel.
 

 Spvgg. Erkenschwick - DSC Wanne-Eickel; Freitag, 2. November, 19.30 Uhr – Jule-Ludorf-Sportanlage (Kunstrasen) am Vereinsheim.
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  • Erstellt:
    1. November 2018, 18:00 Uhr
    Aktualisiert:
    13. November 2018, 03:33 Uhr
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