Im Duell: Stefan Oerterer und Schermbecks Fatlum Zaskoku. Foto: Krimpmann
Schermbecks Marvin Radüchel musste noch bei drei, vier erstklassigen Erkenschwicker Chancen sein ganzes Können aufbieten und tolle Paraden hinlegen. Was eben auch zeigte, dass in der Kältekammer Kunstrasenplatz gestern durchaus auch ansehnlicher Fußball möglich war.
Dass der zunächst fast ausschließlich nur von einer Mannschaft gezeigt wurde, war indes bemerkenswert. Erkenschwick spielte 60 Minuten lang mit den Gästen Katz’ und Maus, ehe die Stroetzel-Elf selbst so etwas wie Initiative zeigte und es am Ende zu einem offenen Schlagabtausch kam. Für die Platzherren waren Deniz Batman (20.), Alexander Glembotzki (75.) und Stefan Oerterer per Foulelfmeter (86.) erfolgreich. Schermbecks Julian Stöhr drosch dazu einmal das Leder ins eigene Netz (23.). Der SV Schermbeck kam durch Seyit Ersoy (73.), Tobias Urban (77.) und Abdou-Nassirou Ouro-Akpo (84.) zu späten Treffern.
Ob da den Erkenschwickern wohl ein wenig die Konzentration flöten gegangen war? Am Tag zuvor hatte Trainer Magnus Niemöller seine Mannen noch zum ebenso launigen wie anstrengenden Beachvolleyball und Cageball geladen – mit ungeahnten Folgen. Marvin Piechottka, Martin Setzke und David Sawatzki zogen sich Blessuren zu und konnten Sonntag nicht mitwirken, dazu fehlte der grippekranke Thorben Menne. Zu allem Überfluss knickte im Test gegen Schermbeck noch Deniz Batman um, sodass die schwarz-roten Reihen gestern ziemlich gelichtet waren. Umso bemerkenswerter, mit welchem Vorwärtsdrang die Spvgg. bis zuletzt agierte.
„Ein Unentschieden wäre das ungerechteste aller Ergebnisse gewesen“ meinte Magnus Niemöller in Anspielung auf die beinahe erfolgreiche Schermbecker Aufholjagd. Der Trainer spielte dabei unter anderem noch auf die drei Aluminiumtreffer seiner Mannen an. „Wenn die in Ennepetal drin sind, dann war’s nicht tragisch, dass diese Dinger heute nicht reingegangen sind“, schloss Niemöller.


