Geht keinem Zweikampf aus dem Weg: Peer Kluge (vorn) stoppt hier Bayern-Star Franck Ribery. Foto: Karsten Rabas/NBM
„Das hat mich natürlich sehr gefreut. Die vielen Wochen der Untätigkeit haben schon ein bisschen an meinen Nerven gezehrt“, erzählt Kluge, der Silvester in Dubai verbrachte und jetzt intensiv an seinem Comeback arbeitet. Ende Oktober begann seine Leidenszeit. Am 30. Oktober, einem Sonntag, hatte der Schalker mit den Reservisten trainiert, als es in einem Zweikampf plötzlich in seinem linken Knie knackte. „Ich wusste sofort, dass etwas Schlimmes passiert war“, erzählt Kluge im Gespräch mit dem Medienhaus Bauer . Er konnte zwar noch ohne fremde Hilfe in die Mannschaftskabine gehen, doch als er sich dann hinsetzte, machte sein linkes Bein nicht mehr mit.
„Ich konnte es nur noch strecken, beugen war nicht mehr möglich“, sagt Kluge, der schon einen Tag später auf dem Operationstisch in Augsburg lag. Dabei wurde bei der Operation der Meniskus nicht entfernt, sonder wieder angenäht, weil sonst die Gefahr eines Knorpelschadens bestanden hätte, was im schlimmsten Fall das Karriereende nach sich gezogen hätte.
Nach sechs Wochen völliger sportlicher Abstinenz durfte Peer Kluge langsam mit seiner Reha beginnen, die er im medicos auf Schalke und beim bewährten Fitmacher Klaus Eder in Donaustauff durchführte. Kluge: „Es war eine brutale Zeit. Ich musste eine Schiene tragen und durfte nicht einmal Auto fahren. Die meiste Zeit habe ich auf der Couch verbracht.“
Dass war zwar sehr langweilig, doch der 31-Jährige betont: „Ich habe mich strikt an die ärztlichen Anweisungen gehalten, auch wenn es manchmal sehr schwer gefallen ist. Aber ich will mir hinterher nichts vorwerfen, dass ich nicht alles versucht habe, um möglichst schnell wieder fit zu werden.“ Deshalb blieb der 31-Jährige konsequent und machte nur das, was ihm die Ärzte und Physiotherapeuten rieten. Ab diesem Montag kann er sein Programm langsam steigern. Einen konkreten Zeitplan, wann Kluge ins Mannschaftstraining zurückkehrt, gibt es nicht.
„Ich will mich nicht unter Druck setzen. Aber ich verspreche den Schalke-Fans: Ich komme wieder“, sagt der 31-Jährige zuversichtlich. Erst einmal hat er in seiner Karriere ähnlich lange aussetzen müssen wie in den vergangenen Monaten. „Das war im Jahr 2002, als ich lange mit einer Schienbeinverletzung zu kämpfen hatte“, erzählt Peer Kluge weiter.
Dass die Königsblauen auch ohne ihn sehr erfolgreich waren, hat den technisch versierten Mittelfeldspieler gefreut: „Ich habe viele Spiele live verfolgt. Das Pokal-Aus in Mönchengladbach war etwas unglücklich. Insgesamt gesehen können wir sehr zufrieden sein. Wir haben gute Chancen, uns für die Champions League zu qualifizieren“, sagt Kluge. Und dabei will er noch mithelfen, denn im Frühjahr hofft der gebürtige Chemnitzer wieder um Punkte kämpfen zu können.











