In dieser Szene erzielt VfL-Neuzugang den 2:1-Siegtreffer gegen Hansa Rostock. Für den Georgier ging damit ein Traum in Erfüllung.
Sein ersten deutschen Worte seien "Alles klar" gewesen, erklärte Gelashvili in seinen ersten Interviews, und er habe sich wie in einem Traum gefühlt. Der Neuzugang mit der Trikotnummer 9 stand gerade einmal neun Minuten auf dem Platz, als er mit dem dritten oder vierten Ballkontakt die Kugel zur Feude der Bochumer Fans einlochte und für den VfL "alles klar" machte.
Bis dahin wurde es ein hartes Stück Arbeit für den VfL, der Durchgang eins jedoch klar dominierte. Aus ihrer Überlegenheit entwickelte die Mannschaft von Trainer Andreas Bergmann jedoch zu wenig Torgefahr. Das lang einerseits an Abschlusschwächen, die bei Mirkan Aydin zu sehen waren, oder auch am viel zu eigensinnigen Auftreten von Spielmacher Takashi Inui. Der Japaner verpasste zu oft den richtigen Zeitpunkt des Abspiels, übersah besser postierte Nebenleute oder spielte sich einfach in der dicht gestaffelten Hansa-Defensive fest. Sehr zum Ärger seiner Mitspielern, die sich nicht nur einmal bei Inui beschwerten.
Den Faden verloren
War der VfL im ersten Abschnitt deutlich präsenter als der Abstiegskandidat von der Ostsee, fand er nach erster Einschätzung seines Trainers in Halbzeit zwei fast 30 Minuten keinen Faden mehr. Der VfL sah sich nun mutiger und engagierter auftretenden Gästen gegenüber, die für ihre Leistungssteigerung mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich belohnt wurden. Davor und danach hatten sich die VfL-Kicker einige Fehler geleistet, die "ich jetzt immer noch nicht verstehe", wie Andreas Bergmann bei der Pressekonferenz nach dem Spiel erklärte. Aber die offensichtliche Instabilität in einigen Phasen und das "fahrige Auftreten" (so Bergmann) werden die Themen sein, die das Training in den nächsten Tagen bestimmen.
Dann wird sich auch "Nika" Gelashvili noch besser in die Mannschaft einfügen. "Er hat ein tolles Freilaufverhalten", lobte ihn sein Trainer, "man hat gesehen, dass er über einen Torriecher verfügt, man hat aber auch gesehen, dass er noch Zeit braucht, um sich in die Mannschaft einzupassen." Auf jeden Fall bekräftigte Gelashvili die Einschätzung von Sportvorstand Jens Todt, der ankündigte: "Mit ihm werden wir noch viel Freude haben."


