Schlechte Noten beim ADFC-Test: Marl rutscht ab in der Gunst der Radler

MARL Die Marler geben ihrer Stadt miese Noten für das Fahrradklima. Vor allem die Schlaglöcher auf den Wegen werden bemängelt. Bei einer bundesweiten Umfrage des ADFC rutschte Marl auf Platz 82 von 98 Städten vergleichbarer Größe ab.

  • Radfahren

    Katastrophal aus Sicht vieler Radfahrer ist der Radweg auf der Schachtstraße. Kai Vogtländer wechselt dort auf die Fahrbahn, weil der Radweg stellenweise eine Buckelpiste ist. Foto: Torsten Janfeld

Vier Jahre zuvor belegte Marl noch Platz 55 im Ranking der Städte zwischen 50 000 und 100 000 Einwohnern, durfte sich „fahrradfreundliche Stadt“ nennen. Dieser Titel ging aber längst wegen vieler Buckelpisten und fehlender Ideen in der Stadtverwaltung verloren.

Nun geben die Marler ihrer Stadt beim ADFC-Fahrradklimatest die Note 4,2 (Vier bis Vier minus). An der nicht repräsentativen Umfrage hatten im letzten Jahr 66 Marler teilgenommen und einen langen Fragebogen beantwortet.

"Bejammernswerte Radwege"

„Der Zustand der Radwege ist bejammernswert“, sagt auch der ADFC-Vorsitzende Klaus Philipp. Immer wieder nennen die Bürger den mit Schlaglöchern gesprenkelten Weg der Schachtstraße. Sie haben auch den Eindruck, dass der Radverkehr in Marl nicht genügend gefördert wird. „Das Bemühen der Stadtverwaltung hat nachgelassen“, kommentiert der ADFC-Vorsitzende die Umfrage. „Früher hatten wir eine schöne Fahrradwache am Creiler Platz. Jetzt wird dort nichts mehr bewacht.“

Trotz des blauen Briefs und schlechter Noten gibt es auch Lob der Bürger: Das Stadtzentrum und viele Ziele in Marl seien gut erreichbar. Und trotz aller Mängel fahren viele Menschen Fahrrad in Marl. Darauf lässt sich aufbauen...
 
Die Marler Ergebnisse
Gesamtbewertung für Marl: 4,2 (Durchschnittswert der Städte von 50 000 bis 100 000 Einwohnern: 3,8)
Was Bürger gut finden:
„gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums“, „Ziele sind zügig per Rad erreichbar“, „alle fahren Fahrrad“
Was die Marler kritisieren:
„kein oder geringes Angebot öffentlicher Leihfahrräder“, „holprige und unebene Radwege“, „kaum Fahrradförderung in jüngster Zeit“
In Nordrhein-Westfalen belegt Marl Rang 34 von 37 teilnehmenden Städten.
14 KOMMENTARE
18.06.17 09:49

Sich über

jemand lustig machen mit einer zerrissenen Hose, eine Aufgabe, die hier immer hervorragend gelöst wird.
Wie er eine Neue bekommt, Schweigen. Dümmliche Witzchen über Kunst ersetzen kein Konzept.
Solange Gemeinden "Stärkungspakte" und ähnliche Zwangsverarmungsmaßnahmen unterschreiben müssen, wird sich das Geld für einen Radweg nicht finden.
Die Verantwortlichen dafür denken genauso wie hier die Kunst-Feinde, brauchen wir nicht.
Solange amerikanische Unternehmen sich hier goldene Nasen verdienen, aber keine Steuern zahlen, bleibt das auch so.
Und die neue Landesregierung wird einigen Gemeinden noch das Beten bei bringen.
Der Solidarvertrag wird nächstes Jahr auf gelöst.
Es trifft, wer hätte das gedacht, die Armen.
In diesen Tagen ist ein großer Politiker gestorben.
Bei dem gab es keine armen Gemeinden. Jedenfalls nicht so viele.
Bei dem mussten die Reichen auch noch Steuern zahlen.

19.06.17 21:57

Ho ho,

da macht sich also jemand mit einer zerrissenen Hose lustig. Wer ist der Typ? Oder einer über jemanden mit einer solchen Hose, ohne ihm zu sagen, wo eine neue zu bekommen ist? Warum machen Sie das nicht? Die amerikanischen Kunstfeinde mit den goldenen Nasen bauen auch keine Radwege? Sach mal, liest du manchmal, was du schreibst?

18.06.17 08:25

ADFC-Test

Sicherlich sind die Radwege in Marl nicht unbedingt vorzeigenswürdig. Aber hat der ADFC auch einmal das Fahrverhalten der Marler Radfahrer getestet? Denn das ist teilweise unter aller S..! Rote Ampel - Fremdwort, Fahren in falscher Richtung - Standard und nicht zu Vergessen, das Überfahren eines Zebrastreifens, der nur für Fußgänger vorgesehen ist (siehe die Verkehrsschilder!!!). Mehr möchte ich nicht sagen.

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