Buschstraße: Grillhütten schon wieder verschandelt

OER-ERKENSCHWICK Die Grillhütten bleiben ein Quell ständigen Ärgernisses. Erst im vergangenen Herbst hat der Oer-Erkenschwicker Künstler Helmut Schmidt die zwei Holzhütten und das Toilettenhäuschen, die in der Vergangenheit schon oft mutwillig verschandelt wurden, mit Farbe wieder aufgefrischt.

  • grillhütte

    Schmierfinken haben sich schon wieder an den Grillhüten vergriffen und das Werk des Künstlers Helmut Schmidt mit Sprayflaschen verschandelt. Foto: MIchael Dittrich

„Der neue Anstrich hat nicht lange gehalten. Unbekannte haben den beliebten Treffpunkt inzwischen schon wieder mit Farbe beschmiert“, ärgert sich Grillhüttenwart Wolfgang Jurgeleit (66). Der Rentner kümmert sich als Honorarkraft auf 450-Euro-Basis seit vergangenem Sommer um die Grillhütten, gibt die Grillroste heraus, räumt das Gelände auf und schaut nach dem Rechten.

Eigentlich beschränkt sich seine Arbeitszeit auf die Grillsaison von Mai bis Oktober. „Ich schaue natürlich auch in den übrigen Monaten vorbei“, sagt Jurgeleit. Der 66-Jährige kann nicht verstehen, dass Vandalen immer wieder alles kaputt machen und auch noch ihren Müll dort liegen lassen. 20 Bier- und Schnapsflaschen fand der Grillhüttenwart bei der jüngsten Inspektion: „Wenn Spaziergänger Vandalismus beobachten, sollten sie das unbedingt bei der Stadtverwaltung melden.“

Dazu ruft auch Stadtsprecher Peter Raudszus auf: „Wir bringen solche Schmierereien natürlich zur Anzeige wegen Sachbeschädigung. Es wäre schön, wenn wir mal ein Exempel statuieren könnten.“
Raudszus hat kein Verständnis dafür, dass dieses von der Bevölkerung so gerne genutzte Allgemeingut am Haardrand von Randalierern so oft beschmiert wird: „Der Kommunale Ordnungsdienst kann dort nicht ständig Wache halten, damit dort nichts beschädigt wird.“
4 KOMMENTARE
14.02.19 07:14

Abriss

von Mr.Pink18

Wäre ein Abriss nicht wirtschaftlicher als das ständige Renovieren der Hütten und die Bestreifung durch den "Ordnungsdienst"?

12.02.19 22:45

Zaun?

von Troubleshooter

Offensichtlich gibt es ein paar Vollpfosten, die den Begriff "Gemeineigentum" etwas eigenwillig interpretieren.
Wohl an: Entweder man baut einen Zaun samt Videoüberwachung, Modell "Justizvollzugsanstalt", um die Grillhütten oder man reist die Grillhütten ab. Man kann ja ein Schild aufstellen mit der Aufschrift: "Hier standen mal Grillhütten, die wegen fortgesetzten Vandalismus abgerissen werden mussten."

12.02.19 11:44

Kontrolliert

von Auf-Kohle-geboren

da nicht der KOD? Wenn ja, warum haben das die Mitarbeiter der Stadt nicht gesehen?

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