Toilette an der "Moselbach-Alm" geplant: Wie die Erfindung eines amerikanischen Soldaten die Wildpinkler-Debatte entspannt

Waltrop 1973 erfand der in Deutschland stationierte amerikanische Soldat Fred Edwards die mobile Toilette, da er seine Notdurft bei Manövern nicht in Gesellschaft seiner Kameraden verrichten wollte. Eine mobile Toilette soll nun auch provisorisch an der "Moselbach-Alm" aufgebaut werden.

  • Moselbach-Alm

    Etwa 100 Meter sind es vom öffentlichen Toiletten-Häuschen (rechts im Bild) bis zur Moselbach-Alm. Foto: Martin Behr

Bis Ende der Woche wird eine provisorische Toilettenanlage an der „Moselbach-Alm“ entstehen. Das sagte Pächter Max Schmitz auf Nachfrage. Welche Lösung genau es geben soll – etwa einen Toilettenwagen oder ein Urinal-Rondell – stand zum Zeitpunkt des Gesprächs mit der WZ noch nicht abschließend fest.

Das war bisher passiert: Wie berichtet, war im Hauptausschuss des Stadtrates angesprochen worden, dass manche Männer nicht, wie es eigentlich gedacht ist, die in wenigen Minuten erreichbare Toilettenanlage des Parks nutzen, sondern an der „Alm“ an den Bäumen urinieren. FDP-Ratsherr Dr. Jens Jordan hatte dieses Verhalten erzürnt, Bürgermeisterin Moenikes stimmte ihm zu.
Für Abhilfe müsse Max Schmitz als Pächter sorgen, entsprechende Gespräche liefen bereits, hieß es von der Stadtverwaltung. Die ist also nun in Sicht.


"90 Prozent nutzen Park-Toilette"

Max Schmitz sagte, sein Personal weise nun die Gäste noch einmal explizit auf die Toilettenanlage des Parks hin. Seinem Eindruck nach tritt das Problem weniger über Tag, sondern eher in den frühen Abendstunden auf. Er selbst habe noch niemanden „erwischt“. 90 Prozent der Park-Besucher – damit meint er nicht nur die Besucher der „Alm“ – nutzten seinem Eindruck nach die Park-Toiletten. Es gehe um die verbleibenden zehn Prozent. Schmitz sagte, ursprünglich sei schon daran gedacht gewesen, an der „Alm“ eine Toilettenanlage gleich mit anzulegen. Das sei aber an den technischen Gegebenheiten gescheitert – es gab nur eine Drainage-Leitung und keine, über die man Schmutzwasser hätte ableiten können.


Den Folgetext zum Thema gibt es hier:

 
9 KOMMENTARE
12.06.19 16:03

Schmutzwasser

von ole1

kann man dort nicht ableiten.Entweder man schafft Abhilfe oder die Alm muss wieder weg.Es gibt schließlich Auflagen für solche Lokale.Der Betreiber schickt seine Gäste auf die Parktoilette und der Steuerzahler übernimmt die Kosten.

12.06.19 12:52

Kannister ?

von bm-waltrop

Was passiert eigentlich mit dem Spül- und Reinigungsabwasser ? Wird das auf dem Rasen verteilt ? Sickergrube ? Oder in Kannister aufgefangen und abends im WC der Pächter - Wohnung entsorgt ?

12.06.19 12:09

Wer hätte das gedacht

von xtfiht

Wer von unseren klugen Stadtplaner hätte im Vorfeld der Moselbachalm Planung daran gedacht, das auf Befehl alle Besucher der Alm nur in der " Weit entfernten " öffendlichen Toilettenanlage ihre Notdurft verrichten. So blauäugig und weltfremd kann man doch nicht sein, das man glaubt, das Männer nach 2 - 3 halbe Liter mal ebend 200 Meter zur Toilette laufen. Wer so etwas plant, kann in der Schule nur klatschen und tanzen gelernt haben!

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