Borussia Dortmund

86,5 Millionen Euro: BVB holt sich frisches Kapital

Die Corona-Pandemie hat Borussia Dortmund finanziell hart getroffen. Jetzt aber hat der BVB eine Lösung gefunden, sich frische Millionen zu besorgen.
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke spricht von einem Meilenstein. © picture alliance/dpa/BVB

Eine Saison ohne Zuschauer im Stadion und weitere extreme Einnahmeausfälle über Monate sind auch an Borussia Dortmund nicht spurlos vorübergezogen. Die Corona-Krise hat nicht nur die Rücklagen des BVB aufgefressen, die Schwarzgelben mussten sogar erstmals nach Jahren wieder hohe Kredite aufnehmen. Rund 60 Millionen Euro betragen die aktuellen Verbindlichkeiten – und die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind längst noch nicht überwunden.

Borussia Dortmund bringt 18,4 Millionen neue Aktien auf den Markt

Am Donnerstag pünktlich zur Mittagszeit präsentierte der BVB aber seine Antwort auf die finanzielle Herausforderung. Per Ad-hoc-Mitteilung verkündete die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA eine Kapitalerhöhung. Heißt konkret: Das börsennotierte Unternehmen bringt in Kürze rund 18,4 Millionen neue Aktien auf den Markt.

Der Bezugspreis je neuer BVB-Aktie beträgt 4,70 Euro – in Summe erwarten die Dortmunder also einen Bruttoerlös von rund 86,5 Millionen Euro. Das Grundkapital der Gesellschaft soll von derzeit 92 Millionen Euro auf 110,4 Millionen Euro gegen Bareinlagen erhöht werden.

Zusage der Emmissionsbank: BVB ist Erlössumme sicher

Angeboten werden die neuen BVB-Wertpapiere zunächst ab dem 20. September den bestehenden Aktionären der Borussia. Wer schon fünf Aktien besitzt, darf eine neue Aktie beziehen. Schon jetzt liegen der BVB-KGaA verbindliche Zusagen für rund 2,5 Millionen neuer Aktien und damit rund 11,7 Millionen Euro vor.

Darüber hinaus hat die Emissionsbank Berenberg mit Stammsitz in Hamburg sich verpflichtet, all jene neuen Aktien zu übernehmen, die nicht anderweitig auf dem Börsenparkett oder von Investoren abgerufen werden sollten. Heißt: Dem BVB ist eine Vollplatzierung und damit die angestrebte Erlössumme in Höhe von 86,5 Millionen Euro sicher. In finanziell unsicheren Zeiten ein bemerkenswerter Schachzug zur Stabilisierung des BVB.

BVB will mit den frischen Millionen Kredite abtragen

„Diese Kapitalerhöhung stellt einen wesentlichen Meilenstein von Borussia Dortmund zur Überwindung der bisherigen wirtschaftlichen Lasten der Pandemie dar“, betonte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Nutzen will die Borussia die frischen Millionen, um möglichst sämtliche Kredite abzutragen und gewappnet zu sein für etwaige weitere coronabedingte Verluste.