Borussia Dortmund

Auf dem Weg nach Katar: So lief die WM-Qualifikation für die BVB-Spieler

In fast genau einem Jahr startet die Weltmeisterschaft in Katar. Einige BVB-Profis sind bereits qualifiziert. Ein Dortmunder muss in die Relegation, für einen anderen ist der WM-Traum geplatzt.
Die BVB-Spieler Axel Witsel (l.) und Thorgan Hazard haben ihr WM-Ticket mit Belgien gelöst. © dpa

Das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft wird am 21. November 2022 in Al Khor ausgetragen – möglicherweise mit BVB-Beteiligung. Denn zehn Nationen Europas haben ihr Ticket bereits gelöst, darunter sind einige Länder mit Dortmunder Profis in ihren Reihen. Ein Borusse muss den Umweg über die Relegation gehen, für einen anderen Spieler ist der WM-Traum hingegen geplatzt. Der Überblick:

Deutschland: Das DFB-Team hat sich souverän durchgesetzt. Mit neun Siegen aus zehn Spielen ist die DFB-Elf Gruppenerster geworden. Nationaltrainer Hansi Flick setzte dabei auch auf einige Dortmunder: Marco Reus kam in vier Spielen zum Einsatz, erzielte dabei zwei Treffer und bereitete vier weitere vor. Im März fehlte er wegen einer Prellung am Fußgelenk, zuletzt reiste er aus Gründen der Belastungssteuerung frühzeitig ab.

Auch Emre Can kam in den Qualifikationsspielen zum Einsatz: In den ersten drei Partien stand er jeweils auf dem Platz, anschließend fiel er wegen langwieriger Muskelverletzungen aus. Große Freude gab es hingegen bei Julian Brandt, der nach einjähriger DFB-Abwesenheit für die beiden abschließenden Spiele nominiert wurde. Gegen Armenien feierte der Blondschopf sein Comeback.

Zum Kreis der Nationalmannschaft gehört offiziell auch Mats Hummels. Der Dortmunder absolvierte in der WM-Qualifikation jedoch kein einziges Spiel. Seit der Europameisterschaft plagt sich der 32-Jährige mit Knieproblemen herum. Flick ließ Vorsicht walten. Ob Hummels noch einmal das DFB-Trikot überstreifen wird, ist offen. Mahmoud Dahoud, der im Oktober vergangenen Jahres sein Debüt feierte, wurde zuletzt nicht berufen. Er besitzt Außenseiterchancen.

England: Auch die „Three Lions“ haben ihr WM-Ticket problemlos gelöst. Die Mannschaft um Trainer Gareth Southgate gewann acht ihrer zehn Spiele. Viermal stand BVB-Youngster Jude Bellingham auf dem Platz, der nur einmal im Kader Englands fehlte: Damals verzichtete Southgate aus Gründen der Belastungssteuerung auf den 18-Jährigen, was beim BVB auf viel Wohlwollen traf. Dennoch ist Bellingham bereits jetzt eine feste Größe in der englischen Mannschaft – anders als Ex-Borusse Jadon Sancho – und wird im kommenden Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit seine erste Weltmeisterschaft spielen.

Schweiz: Etwas überraschend hat sich die Schweiz in ihrer Gruppe Platz eins gesichert und dabei Europameister Italien hinter sich gelassen. In acht Spielen kassierte die „Nati“ gerade einmal zwei Gegentore, was auch an Manuel Akanji lag: Der Borusse verpasste nur zwei Partien wegen einer Gelbsperre sowie einer Adduktoren-Blessur. Auch Gregor Kobel ist Schweizer Nationalspieler, die Nummer Eins im Tor ist aber Gladbachs Yann Sommer. Kobel stand nur einmal im Aufgebot und blieb ohne Einsatz.

Belgien: Den Roten Teufeln langten 20 Punkte aus acht Spielen für die Qualifikation zur WM. Großen Anteil daran hatte ein Dortmunder Trio, bestehend aus Axel Witsel, Thomas Meunier und Thorgan Hazard, die allesamt zum Stammpersonal von Trainer Roberto Martinez gehören.

Witsel verpasste Anfang des Jahres drei Spiele wegen seines Achillessehnenrisses, im Anschluss meldete er sich mit einem Tor gegen Estland zurück und spielte viermal 90 Minuten. Auch Hazard kam verletzungsbedingt in nur vier Spielen zum Einsatz, war dabei an drei Treffern beteiligt. Außenverteidiger Meunier stand einmal nicht im Kader, verpasste drei Spiele verletzt und stand ansonsten ebenfalls viermal auf dem Platz.


Niederlande: Beim BVB wartet Donyell Malen noch auf seinen Durchbruch, in der Nationalmannschaft setzt Bondscoach Louis van Gaal aber regelmäßig auf die Dienste des Offensivspielers. Sechs Mal stand Malen in der WM-Qualifikation auf dem Platz, erzielte dabei drei Treffer und sorgte somit dafür, dass die Niederländer ihr Hotel in Katar buchen können.

Kroatien: Auch die Kroaten haben sich auf direktem Weg für Katar qualifiziert. Der von Wolfsburg ausgeliehene Marin Pongracic kam dabei zwar nicht zum Einsatz, er gehört aber zum erweiterten Kader.


Portugal: Der BVB freut sich auf die langersehnte Rückkehr von Raphael Guerreiro, der nach seinem Muskelfaserriss wieder ins Training eingestiegen ist. Nicht nur bei Borussia Dortmund, auch in der Nationalmannschaft Portugals wurde Guerreiro schmerzlich vermisst: Der Außenverteidiger konnte in nur zwei Spielen mitwirken. Die Portugiesen erreichten in ihrer Gruppe am Ende nur den zweiten Platz und müssen nun im März den Umweg über die Relegation nehmen. Die Begegnungen werden am 26. November ausgelost.


Norwegen: Die Norweger hatten es am letzten Spieltag in der eigenen Hand, zumindest die Relegation zu erreichen. Ohne den verletzten Erling Haaland (auch Ruhr24.de berichtet), der nur die ersten sechs Qualifikationsspiele bestritt und dabei fünf Tore erzielte, fehlte aber die Durchschlagskraft. Norwegen verlor gegen die Niederlande 0:2 und landete hinter „Oranje“ und der Türkei nur auf Rang drei.

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