Borussia Dortmund

BVB-Kapitän Reus gibt sich selbst die Schuld: „Das geht auf meine Kappe“

Borussia Dortmund geht in Amsterdam mit 0:4 unter. BVB-Kapitän Marco Reus unterläuft das erste Eigentor seiner Karriere - und gibt sich selbstkritisch. Die Stimmen zum Spiel.
BVB-Kapitän Marco Reus erzielte bei der Niederlage gegen Ajax Amsterdam ein Eigentor. © picture alliance/dpa

Borussia Dortmund kassiert in der Champions League einen heftigen Rückschlag. Bei Ajax Amsterdam geht der BVB am Dienstagabend – trotz großer Unterstützung aus der aktiven Fanszenemit 0:4 (0:2) unter. BVB-Kapitän Marco Reus gibt sich nach dem Spiel am Mikrofon von „Prime Video“ die Schuld am ersten Gegentreffer. Auch Trainer Marco Rose zeigte sich selbstkritisch. Die Stimmen zum Spiel:

Borussia Dortmund verliert gegen Ajax Amsterdam: Das sagen Reus, Rose und Brandt

Marco Reus (BVB-Kapitän): „Ajax hatte viele Möglichkeiten, das erste Tor geht klar auf meine Kappe, ich habe den Ball falsch eingeschätzt. Trotzdem hatten wir durch Erling Möglichkeiten. Ajax hat es aber gut ausgenutzt und sich am Ende durchgesetzt, weil sie die bessere Mannschaft waren. Wir waren nicht aggressiv und sind nicht energisch in die Zweikämpfe gegangen. Das war das Problem. Das haben wir uns anderes vorgestellt. Es ist nicht leicht, die passenden Worte zu finden. Es stand nicht auf dem Plan, hier so unterzugehen. Wir müssen uns jetzt neu sammeln und das analysieren. Aber so wie die Tore gefallen sind und Ajax mehrere Möglichkeiten bekommen hat, ist es zu leicht.“

Marco Rose (BVB-Trainer): „Ich habe zur Pause gesagt, dass wir gar nicht so schlecht angefangen haben, sehr ordentlich sogar. Dass Ajax gut spielt und Möglichkeiten haben würde, ist klar. Mit dem gefühlt zweiten oder dritten Schuss fällt das 2:0 und es schien eher so, als wäre es das 4:0. Unsere Körpersprache war so, als ob wir raus sind aus der Partie. Es war ab dem zweiten Gegentor eine Frage der Überzeugung. Daran müssen wir arbeiten. Wir haben zu viele Fehler gemacht, zu viele einfache Fehler. Wenn wir mal im letzten Drittel waren, haben wir die Bälle viel zu leicht weggegeben und zu wenig Bewegung eingesetzt, um in die entscheidenden Räume zu kommen.“

Julian Brandt (BVB-Mittelfeldspieler): „Es war sicherlich eine Lehrstunde für uns und wir haben unsere Grenzen aufgezeigt bekommen. Das 0:1 passiert unglücklich, aber es war absehbar. Sie haben den Druck schnell erhöht und gerade am Anfang immer mehr Chancen bekommen. Beim 0:2 hingen dann unsere Köpfe zu sehr. Das müssen wir unbedingt in den Griff bekommen! Das Spiel war da ja noch nicht vorbei. Aber klar, mit dem 0:3 und dem 0:4 wurde es dann nicht gerade leichter.“

BVB geht in Amsterdam unter: Das sagt Ajax-Trainer Erik ten Hag

Erik ten Hag (Ajax-Trainer): „Wir haben eine super Leistung gebracht und super Fußball gespielt. Wen zwei Mannschaften mit dieser Philosophie aufeinandertreffen, dann ist das immer ein offener Schlagabtausch – und den haben wir gewonnen. Es war ein Teil unseres Plans, gut mit dem Ball zu sein und den Gegner laufen zu lassen. Das haben wir richtig gut gemacht. Der andere Teil unseres Plans ist auch aufgegangen: Wir haben gut gepresst.“