BVB-Kapitän Marco Reus: „Dann hätten wir einiges in Europa rasiert“

Redakteur
Marco Reus freut sich beim Training.
BVB-Kapitän Marco Reus schwärmt von seinen ehemaligen Mitspielern. © picture alliance/dpa
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Seit 2012 spielt Marco Reus mittlerweile schon für Borussia Dortmund, der Kapitän ist damit mit Abstand der dienstälteste Profi beim BVB. Während viele Spieler kamen und gingen, blieb er seinem Verein treu. Den Meistertraum konnte er sich zwar noch nicht erfüllen, dennoch feierte Reus große Erfolge mit den Schwarzgelben. Allerdings ist sich der 33-Jährige sicher: Er und der BVB wären noch erfolgreicher gewesen, wenn eine Sache in der Vergangenheit anders gelaufen wäre.

BVB-Kapitän Marco Reus: „Das ist brutal schade zu sehen“

„Wenn man guckt, welche Spieler wir hatten: Wenn die so zusammengeblieben wären, hätten wir einiges in Europa rasiert“, meint Reus im „OMR Podcast“. Der BVB-Kapitän hätte sich eine längere Verweildauer einiger Ex-Mitspieler gewünscht. „Es ist brutal schade zu sehen, dass wir in Dortmund unglaublich gute junge Spieler verpflichten, die dann leider den Traum haben, nach zwei, drei oder vier Jahren wo anders zu spielen. Man hat immer das Gefühl, jetzt könnte man eine Mannschaft aufbauen, dann zerbricht sie wieder, weil ein oder zwei gute Spieler gehen.“

Besonders schmerzhaft sei damals der Verlust seines ehemaligen Mannschaftskollegen Mario Götze gewesen. „Er war ein Ausnahmetalent – unfassbar.“ Aber auch ein Trio, das aktuell in der englischen Premier League kickt, bringt Reus ins Schwärmen: „Jadon Sancho ist sehr guter Spieler. Sein Dribbling gepaart mit dem Timing ist unfassbar. Aber auch Erling (Haaland, Anm.d.Red.) oder Ilkay (Gündogan, Anm.d.Red.): Das waren die, die am eindrucksvollsten ihre Visitenkarte hinterlassen haben.“

Marco Reus schwärmt von Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp

Auch von Jürgen Klopp, der Reus von 2012 bis 2015 beim BVB trainierte und aktuell beim FC Liverpool auf der Trainerbank sitzt, hat Reus eine hohe Meinung: „Er war brutal. Das muss ich wirklich sagen. Er hat eine Aura, die man kaum beschreiben kann. Es war geil, ihn zu treffen. Du fühlst dich direkt in den Bann gezogen. Das war sehr spannend zu beobachten. Er war ein herausragender Trainer, der auch mal sehr sauer werden konnte.“

Doch nicht nur wegen Klopp oder den Manchester-City-Profis Haaland und Gündogan verfolgt Reus in seiner Freizeit lieber die Premier League als die Bundesliga: „Die Bundesliga kennst du aus dem Effeff. Ich gucke dann lieber Premier League oder La Liga, wenn Barcelona gegen Real spielt.“