Borussia Dortmund

BVB-Verletzungspech setzt sich fort: Zwei weitere wochenlange Ausfälle

Muskelverletzungen sind in dieser Saison treue Begleiter von Borussia Dortmund. Nun hat es zwei weitere Akteure erwischt, die wochenlang ausfallen. Dadurch verschärft sich die Situation in der Defensive.
BVB-Linksverteidiger Nico Schulz fällt vorerst aus. © picture alliance/dpa

Borussia Dortmund wird sie einfach nicht los: Die Muskelverletzungen sind in dieser Saison ein ebenso treuer wie lästiger Begleiter. Nun hat es Nico Schulz und Felix Passlack erwischt. Die beiden Abwehrspieler werden dem BVB aufgrund von Muskelverletzungen einige Wochen fehlen. Das gab der Verein am Dienstag bekannt.

BVB-Lizenzspielerchef Sebastian Kehl wird zum vielbeschäftigten Jongleur

„Aufgrund der Coronasituationen und einiger Verletzungen müssen wir immer noch jonglieren“, sagt Sebastian Kehl im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Kehl ist weder Straßenkünstler noch Zauberer und dennoch gehört das Jonglieren mehr denn je zu seinem Aufgabengebiet als Lizenzspielerchef des BVB. Im ständigen Wechselspiel aus Verletzungen, coronabedingten Ausfällen und Rückkehrern muss er versuchen, alles in Bewegung und zugleich in der Balance zu halten.

Die neuerlichen Ausfälle von Nico Schulz und Felix Passlack machen nun aus der Außenverteidigung die nächste mögliche Achillesferse der Schwarzgelben. Linksverteidiger Schulz hatte sich seine Blessur während des Aufwärmens unmittelbar vor dem Anstoß der Bundesligapartie am Sonntag beim 1. FC Köln (1:1) zugezogen. Für ihn spielte kurzfristig Raphael Guerreiro von Beginn an. Rechtsverteidiger Passlack konnte das Spiel nach der Halbzeit nicht mehr fortsetzen. „Felix hat muskuläre Probleme gehabt, deswegen mussten wir ihn rausnehmen“, erläuterte BVB-Trainer Marco Rose. Für ihn brachte er Mats Hummels in die Partie und stellte nach der Pause von einer Vierer- auf eine Dreierkette um.

BVB-Engpass setzt sich fort: Welche Optionen bleiben?

Die Ausfälle von Schulz und Passlack verschärfen die Probleme in der Defensive – vor allem auf den Außenbahnen. Insbesondere auf der rechten Seite gehen Trainer Marco Rose allmählich die Optionen aus. In Thomas Meunier (Sehnenriss) und dem rekonvaleszenten Mateu Morey (Reha nach Knie-OP) fehlen für die rechte Abwehrseite bis auf Weiteres zwei Alternativen. Und links bleibt nur noch Raphael Guerreiro, der bekanntermaßen selbst anfällig für (Muskel-)Verletzungen ist.

Welche Optionen also bleiben? Marius Wolf könnte links wie rechts spielen, er hat sich in dieser Saison mehrfach als ebenso vielseitiger wie zuverlässiger Allrounder präsentiert. Für die rechte Seite käme zudem auch noch Emre Can in Frage. Oder aber Marco Rose wählt künftig eine Dreierkette, doch auch dann bräuchte er zwei weitere Außen, die gegen den Ball zu einer Fünferreihe einrücken könnten. Denkbar wären hier Raphael Guerreiro und Thorgan Hazard.

Bitter ist der neuerliche Engpass allemal. Denn nach drei Monaten ohne jeglichen Einsatz hatte Felix Passlack gerade erst beim 1:0-Sieg gegen Arminia Bielefeld sein Comeback als Rechtsverteidiger gegeben – und hatte nach einem gelungenen Auftritt auch beim 1:0-Sieg gegen Mainz und beim 1:1 in Köln in die Startelf gestanden. „Felix hat lange nicht auf dem Niveau in dem Rhythmus gespielt. Wir hatten vor der Partie in Köln lange überlegt, wie lange wir ihn spielen lassen können“, sagte BVB-Lizenzspielerchef Sebastian Kehl am Sonntagabend.

Die Antwort erhielt Kehl unfreiwillig prompt. Nach 45 Minuten war Schluss. Damit begann das Jonglieren.

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