Borussia Dortmund

Taktikanalyse: Was dem BVB gegen die Bayern zum Sieg verhelfen könnte

Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München - das lässt in taktischer Hinsicht höchstes Niveau erwarten. Drei Schachzüge, die dem BVB zum Sieg gegen den Rekordmeister verhelfen können.
Borussia Dortmund gegen Bayern München ist auch das Duell zwischen Marco Rose (r.) und Julian Nagelsmann. © imago / Moritz Müller

Der Fehler liegt nahe. Ein aufgeheiztes Spitzenspiel wie das zwischen Borussia Dortmund und Bayern München verleitet Trainer nicht selten dazu, den Spielern taktisch einen Gedanken zu viel mitzugeben. Julian Nagelsmann unterlief dieser Fauxpas im letzten Spiel als Coach von RB Leipzig, der BVB gewann mit Konterfußball das DFB-Pokalfinale mit 4:1.

BVB-Trainer Marco Rose hat gute Erinnerungen an die Bayern

Dortmunds Trainer Marco Rose hat zu Gladbacher Zeiten seine beiden Heimspiele mit der Borussia gegen die Bayern gewonnen. Drei Vorgaben, die auch dem BVB zum Sieg verhelfen können:



01.) Den Raum vor der Abwehr besetzen:
Mit nur einem Sechser im 4-3-3 oder in der Mittelfeldraute könnte es für den BVB schwierig werden, den Raum vor der Abwehrkette abzusichern. Gerade aus dieser Zone heraus finden die Bayern mit Tempo, Pässen und Kombinationen sehr häufig den Weg vor das Tor und sind mit ihrer individuellen Klasse dann kaum zu stoppen. Im 4-2-3-1-System fühlen sich die Dortmunder Spieler wohl, hier gelingt auch der Übergang ins 4-4-2 gegen den Ball geschmeidiger. So können auch die Räume vor den Außenverteidigern leichter abgedeckt werden. Der Nachteil: Echte Flügelspieler hat Rose kaum zur Verfügung, und es bliebe nur Platz für einen Stürmer. Doch gerade die Kombination aus Erling Haaland und Donyell Malen könnte mit Wucht und Geschwindigkeit für Schrecken sorgen.

02.) Keine Ballverluste bei Bayerns Gegenpressing: Vor allem in München ist der BVB bei den vergangenen Duellen manchmal kaum aus der eigenen Hälfte herausgekommen. Die Bayern können ihre Gegner mit gutem Gegenpressing erdrücken. Dafür bewegen sie sich schon im Ballbesitz in den passenden Räumen, um schnell Zugriff zu bekommen. In diesen Phasen muss der BVB Sicherheit und Ballkontrolle herstellen und die eigene Struktur aufbauen. Genug pressingresistente Spieler stehen im Kader. Gegen München müssen sie dem Druck auch in dieser Hinsicht standhalten.

03.) Das eigene Umschaltspiel etablieren: Der BVB verfügt über die Mittel und Spieler, um den Bayern wehzutun. Deren ballferne Seite ist beim Pressing oft verwaist, im Abwehrzentrum sind sie gegen tiefe Läufe und maximales Tempo nicht immun. Dortmund wird Bayerns Ballbesitzphasen erleiden müssen und die Chancen in den Umschaltmomenten suchen und finden. Darin gehört die Borussia zu den stärksten Teams.

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