Borussia Dortmund

Vor dem Spitzenspiel: Kehl äußert Optimismus, Matthäus wittert BVB-Chance

BVB-Lizenzspielleiter Sebastian Kehl verrät, warum er optimistisch auf den Klassiker gegen die Bayern blickt. Auch Lothar Matthäus wittert eine Chance für Schwarzgelb – unter einer Voraussetzung.
Freuen sich auf ein spannendes Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München: Sebastian Kehl (l.) und Lothar Matthäus. © imago / Team 2

Am Samstag (18.30 Uhr, live bei Sky) ist es so weit: Der BVB empfängt Bayern München zum Bundesliga-Topspiel. Mit einem Sieg würde Borussia Dortmund die Tabellenführung übernehmen, bei einer Niederlage zieht der Rekordmeister auf vier Punkte davon.

BVB gegen Bayern vor deutlich weniger Zuschauern

In einer Medienrunde bei Sky erklärt Sebastian Kehl, was ihn optimistisch stimmt, Lothar Matthäus nennt eine Voraussetzung, unter der Dortmund eine große Chance hätte und Wolff-Christoph Fuss erläutert, was Robert Lewandowski seinem schwarzgelben Kontrahenten Erling Haaland (noch) voraus hat

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Zu Beginn der Presserunde ist auch BVB-Lizenzspielleiter Sebastian Kehl zugeschaltet. Und klar: Es ging vor allem um die Zuschauerzahl. „Wir haben als Borussia Dortmund eine absolute Vorbildfunktion und da passt es einfach nicht mehr in die Zeit, in einem nahezu ausverkauften Stadion zu spielen. Trotzdem ist es uns wichtig, dass wir Zuschauer haben, die uns unterstützen“, sagte Kehl – noch vor der Bund-Länder-Konferenz. Mittlerweile ist klar, dass maximal 15.000 Zuschauer beim Topspiel zugelassen sind. „Die Fans, die im Stadion sein werden, werden alles geben.“ Das wird auch notwendig sein, wie Fußball-Kommentator Wolff-Christoph Fuss weiß: „Für Dortmund wäre es wichtig, wenn so ungefähr 25.000 Leute da wären. Die sind dann in der Lage und willens, Stimmung für 50.000, 60.000 zu machen.“

BVB-Lizenzspielleiter Sebastian Kehl äußert Zuversicht

Der BVB hat die große Chance, mit einem Sieg an den Bayern vorbeizuziehen und das Aus in der Königsklasse damit ein Stück weit aus den Köpfen zu bekommen. Kehl äußert Zuversicht: „Ich bin optimistisch. Wir haben 17 der letzten 20 Bundesliga-Spiele gewonnen.“

Auch Sky-Experte Lothar Matthäus wittert eine Chance für den BVB, insbesondere aufgrund der personellen Lage im Münchner Mittelfeld: Joshua Kimmich wird quarantänebedingt nicht dabei sein, hinter dem Einsatz von Leon Goretzka steht ein großes Fragezeichen: „Auf der Position spielt die Musik, da werden Spiele entschieden. Wenn Goretzka nicht fit ins Spiel geht, dann ist das die Chance für Dortmund.“

Eine andere entscheidende Position ist die des Stürmers. Und dort werden in Robert Lewandowski und Erling Haaland zwei der weltweit besten auf dem Rasen stehen. Wie Bayern den Norweger stoppen kann, erklärt Fuss: „Du kannst ihm noch die Lust am Fußball nehmen. Wenn er attackiert, traktiert und geärgert wird. Lewandowski kannst du diese Lust nicht nehmen. Diese kontrollierte Emotion hat viel mit dem Alter zu tun.“

Borussia Dortmund gewinnt mittlerweile auch die knappen Spiele

Matthäus rechnet mit einem engen Kampf um die Schale, auch weil der BVB eine Sache besser macht als in der Vergangenheit: „Dortmund hat zuletzt eins gelernt: Sie können auch mal knappe Spiele gewinnen – das war in den letzten Jahren nicht oft der Fall.“ Dazu kommt: „Die Bayern gewinnen auch nicht immer mit Glanz und Gloria.“ Das habe der Zittersieg gegen Arminia Bielefeld gezeigt.

Matthäus erwartet beide Klubs auch deshalb zurückhaltender in ihrem Auftreten: „Vielleicht wird es Julian Nagelsmann etwas vorsichtiger angehen und kein zu hohes Pressing spielen lassen. Denn gegen die Urgewalt Haaland könnte es im Umschaltspiel gefährlich werden. Haaland hätte in einem Laufduell mit Lucas Hernández große Vorteile.“ Die Vorfreude ist jedenfalls groß – auch bei Lothar Matthäus: „Dortmund bleibt als einzige Hoffnung, dass sie die Bayern zumindest ärgern. Das macht den besonderen Reiz dieses Riesenkrachers aus.“

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