Borussia Dortmund

Weitere Chance für Malen? So könnte der BVB gegen Stuttgart spielen

Borussia Dortmund hat den VfB Stuttgart vor der Brust und eine richtungsweisende Phase im Hinterkopf. Marco Rose muss personell weitreichende Entscheidungen treffen. So könnte der BVB spielen.
Setzt BVB-Trainer Marco Rose (l.) auch gegen Stuttgart auf Donyell Malen? © imago / Sven Simon

Der ist voll belastbar, der ist keine Option, der kann nur ein paar Minuten, der benötigt Spielpraxis, den müssen wir für Mittwoch schonen. So oder zumindest so ähnlich dürften die Gedanken von BVB-Trainer Marco Rose gerade aussehen, wenn er im Kopf seinen Spielerkader durchgeht.

Für den BVB beginnt gegen Stuttgart eine heiße Phase

Zwar hat sich die personelle Situation während der Länderspielphase ein wenig entspannt, trotzdem muss Rose in Sachen Aufstellung klug taktieren – denn vor dem BVB liegt nicht nur das Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr, live bei Sky), sondern mit acht Spielen bis Weihnachten – darunter das vorentscheidende Champions-League-Spiel in Lissabon und der Klassiker gegen den FC Bayern München – auch eine richtig heiße und vor allem richtungsweisende Phase.

Doch daran verschwende er momentan eigentlich noch keine Gedanken, sagte Rose auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit den Schwaben, „weil auch das nächste Spiel ein wichtiges für uns ist. Wir wollen zurück in die Erfolgsspur.“

BVB-Gegner Stuttgart ist in der Bundesliga auf Rang 15 abgerutscht

Das will auch der VfB Stuttgart. Nach Niederlagen gegen Augsburg und Bielefeld sind die Schwaben auf Platz 15 abgerutscht, sie trennt nur ein Punkt vom Abstiegsplatz. Der Grund dafür ist schnell ausgemacht: Ähnlich wie der BVB hatte der VfB diese Saison mit einer Vielzahl an Ausfällen zu kämpfen. Aber: „Stuttgart wird mit ein paar Rückkehrern wieder mehr das Stuttgart der letzten Saison sein“, sagte Rose. Aggressiv gegen den Ball, mit einer klaren Idee. „Wir müssen da sein.“

Zumindest im Hinterkopf schwirrt das Champions-League-„Endspiel“ in Lissabon dann aber doch umher. „Wir wollen ein Maß finden, damit wir auch Mittwoch die Spieler auf dem Feld haben, die wir haben wollen.“ Einer dieser Spieler, die Rose am liebsten immer auf dem Platz sehen würde, ist sicherlich Raphael Guerreiro. Der Portugiese habe zwei Wochen Training in den Beinen, sei somit eine „Fixoption“ gegen den VfB. Aber: „Bei Rapha schauen wir auch in Richtung Mittwoch. Ihn jetzt zu schnell überzubelasten wäre auch schwierig.“

Zagadou soll erneut bei der BVB-U23 Spielpraxis sammeln

Bei Emre Can ist Marco Rose sogar noch zurückhaltender. „Emre kommt für einen Teileinsatz in Frage.“ Definitiv fehlen werden Nico Schulz und Marius Wolf. Sie befinden sich in der „finalen Phase“ ihres Reha-Trainings. Einen Schritt weiter ist mittlerweile Mahmoud Dahoud. Für ihn kommt der Einsatz am Samstag aber noch zu früh. „Er wird für Stuttgart noch keine Rolle spielen können, da hoffen wir auf Mittwoch.“ Beim Ex-Stuttgarter Gregor Kobel, Dortmunds Nummer eins, bleibt ein kleines Fragezeichen. „Aber wir haben auf der Position eine Top-Besetzung. Wenn Gregor nicht spielen kann, dann haben wir Marw (Marwin Hitz) und hintendran noch Roman (Bürki).“

Und für Dan-Axel Zagadou, der gegen Leipzig zumindest ein Kurz-Comeback feierte, dann aber wieder durch eine Zerrung ausgebremst wurde, hat sich Marco Rose auch etwas einfallen lassen. Kurz nach der Pressekonferenz stieg der französische Verteidiger in den Bus Richtung Halle, um dort in der 3. Liga Spielpraxis zu sammeln. „Wir wissen alle, dass Mats am Mittwoch gesperrt sein wird. Bedeutet, dass Daxo dort eine wichtige Rolle spielen könnte. Dafür wäre es wichtig, dass er vorher Spielzeit hat.“ Die Gedanken kreisen also doch schon etwas weiter.


So könnte der BVB gegen Stuttgart spielen:

Kobel – Meunier, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel – Brandt, Bellingham – Reus – Hazard, Malen

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