Flüchtlingshilfe

Schlange stehen am Castrop-Rauxeler Haushaltswarenlager: Über 50 Bedürftige

Das Haushaltswarenlager an der Cottenburgschule auf Schwerin ist für manche Menschen in Castrop-Rauxel ein wahrer Segen. Vergangene Woche bildete sich eine lange Schlange.
Bürgermeister Rajko Kravanja im August 2017 mit Silke Berten-Buchwald vor dem Pavillon an der Cottenburgschule auf Schwerin. Hier betreibt die Flüchtlingshilfe ein Haushaltswarenlager.
Bürgermeister Rajko Kravanja im August 2017 mit Silke Berten-Buchwald vor dem Pavillon an der Cottenburgschule auf Schwerin. Hier betreibt die Flüchtlingshilfe ein Haushaltswarenlager. © Abi Schlehenkamp (2017)

Silke Berten-Buchwald ist noch immer dabei: Seit vielen Jahren ist die Castrop-Rauxelerin engagiert, um Geflüchteten zu helfen. Da gab es die schwere Phase um 2015/16, als Hunderte Menschen in der Europastadt Schutz suchten und als sich die Gruppe Flüchtlingshilfe bildete. Es gibt sie bis heute. Und in der vergangenen Woche zeigte sich einmal mehr: Die Ehrenamtler werden gebraucht.

53 Familien versorgten sich dort allein am Donnerstag (23.6.) mit Dingen des alltäglichen Bedarfs: Töpfe, Pfannen, Kissen, Decken, Wasserkocher und andere Geräte für den Kochbedarf, Geschirr, Besteck… die Liste der Sachen ist lang, die in den Regalen liegen und die dann an die Bedürftigen ausgegeben werden. 10 bis 12 Helfer sind dafür allein jede Woche zur Ausgabe-Zeit da. An den anderen Tagen sammeln sie wieder ein, was sie donnerstags ausgeben können: Spenden oder auch neue günstige Ware aus den Geschäften.

Jeden Donnerstag ab 17 Uhr geöffnet

„Unser Lagerteam ist donnerstags etwa vier Stunden vor Ort“, berichtet Silke Berten-Buchwald. Bei einem Ansturm von über 50 Familien kommt es dort auch zu Wartezeiten. Am Abend sind die Regale dann wie „leergefegt“, so Berten-Buchwald. Und nächste Woche kommen wieder viele Familien. Darum hoffe man auf Spenden: Küchengeräte, wie oben beschrieben, oder Spielzeug wie Puppen, Autos, Bälle, Schaufeln und Eimerchen und vieles mehr wird angenommen.

Fast alle ehrenamtlichen Helfer sind berufstätig. „Wir kümmern uns gerne, aber manchmal stoßen wir an Grenzen“, sagt Silke Berten-Buchwald. Menschen aus Syrien, Irak, zurzeit speziell Ukraine: Das ist der Personenkreis, der zurzeit kommt.

„Meine Hochachtung für den Einsatz“, schreibt eine Nutzerin auf Facebook in die Flüchtlingshilfe-Gruppe im sozialen Netzwerk, wo sich die Ehrenamtler zum Teil absprechen, wo Möbel oder andere Spenden angeboten werden und wo viel zum Thema diskutiert wird.

„Toll, was ihr leistet“

„Ich finde es toll, was ihr leistet. Auch als Spenderin fühle ich mich bei euch immer gut aufgehoben“, schreibt eine andere Castrop-Rauxelerin in der Gruppe. „Ihr seid immer zuvorkommend, freundlich, tragt uns sogar die Dinge aus dem Auto ins Lager und habt immer liebe Worte oder auch mal eine kleine Aufmerksamkeit für alle.“

„Schaut mal in eure Abstellkammern: Das Haushaltswaren-Lager braucht Mixer, Rührstäbe, Kaffeemaschinen, Wasserkocher, Pfannen, Töpfe, Einkaufstrolleys, Toaster, Bügeleisen“, schreibt ein anderer Helfer in die Gruppe. Damit am Donnerstag ab 17 Uhr wieder Waren ausgegeben werden können.

Kontakt: https://www.facebook.com/groups/FluechtlingshilfeCastrop oder kontakt@fluechtlingshilfe-castrop.de

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