Bundestagswahlkampf

Wahlkampf: Schüler diskutieren mit den Kandidaten für Castrop-Rauxel

Die Schüler des Berufskollegs Castrop-Rauxel haben den sechs Direktkandidaten aus ihrem Wahlkreis viele Fragen gestellt. Eine beantworteten die Kandidaten aber nicht.
Bei den meisten Fragen waren die Bundestagskandidaten sich am Berufskolleg Castrop-Rauxel nicht einig. © Berufskolleg Castrop-Rauxel

Den Fragen von mehr als 90 Schülern haben sich die Direktkandidaten für den Wahlkreis 121 am Dienstag (14.9.) gestellt. Das Berufskolleg Castrop-Rauxel hatte sie zu einer Diskussion eingeladen.

Nacheinander wurden zwölf politische Aussagen mit Beamern auf zwei Leinwand geworfen. Die Kandidaten mussten dann entscheiden, ob sie der jeweiligen Aussage zustimmten oder sie ablehnten. Als Zeichen für Zustimmung hielten sie eine grüne Karte hoch, für Ablehnung eine rote. Nach jeder Frage konnten die Schüler, Fragen stellen und die Kandidaten verteidigten ihre Positionen.

Eine Schülerfrage blieb unbeantwortet

In Bezug auf zwei Aussagen war man sich einig. Bei „42 Prozent aller neuen Arbeitsverträge sind befristet. Das ist in Ordnung, denn der Markt regelt sich von allein.“ widersprachen alle Kandidaten. Die Frage „Wenn Sie sich alle so einig sind, warum ist dann nicht längst etwas geschehen?“ aus den Reihen der Schüler blieb jedoch bis zum Ende unbeantwortet.

Wirklich hitzig wurde die Diskussion nur, als es um das Thema Antisemitismus ging. Denn auch hier hielten alle die grüne Karte hoch. Dem AfD-Kandidaten Lutz Wagner schlug dafür aber Kritik entgegen, vor allem von Michael Breilmann (CDU). Er wolle das nicht so stehen lassen, sagte Breilmann, denn die AfD habe antisemitische Tendenzen. Wagner hielt dagegen, SPD-Kandidat Frank Schwabe unterstützte Breilmann.

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