Verkehr

B 474n: WA wirft Waltroper SPD Angst vor eigener Courage vor

Noch vor wenigen Tagen schien es, als würde die SPD ins Lager der Gegner der B 474n wechseln. Doch die Fraktion steht zu den Planungen für die Umgehungsstraße - auch wenn sie weniger Entlastung für Waltrop bringt als geplant.
So soll die Umgehungsstraße verlaufen. © Straßen.NRW

Ratsmitglied Bernd Schäfer (WA) wirft der SPD-Fraktion in einer Stellungnahme auf Facebook vor, sie habe Angst vor der eigenen Courage und betreibe eine Politik gegen die Interessen der Bürger. SPD-Fraktionschef Detlev Dick hatte am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion mitgeteilt, dass seine Fraktion weiter zu den Planungen für die B 474n stehe.

Bernd Schäfer vom Waltroper Aufbruch © Gundula Kokot © Gundula Kokot

In der Vorwoche hatte er noch gesagt, dass sich in den eigenen Reihen die Zweifel wüchsen, ob das Projekt noch den gewünschten Effekt bringe – nämlich eine spürbare Entlastung der Leveringhäuser Straße. Dick selbst hatte durchblicken lassen, dass er persönlich die aktuelle Straßen-Planung kritisch sehe. Außerdem hatte eine kritische Eingabe im Auftrag von SPD-Bürgermeister Marcel Mittelbach an die Bezirksregierung Spekulationen genährt, die Genossen stünden nicht mehr zum Bau der Ortsumgehung.

Schäfer: Waltrop zahlt die Zeche für die Planungen in Datteln

WA-Mann Schäfer kritisiert darüber hinaus, dass die Stadt Waltrop ihre Verkehrsplanung aus der Hand gebe. Anlass ist ein Tagesordnungspunkt, der am Donnerstag (26. August) um 17 Uhr in der Ratssondersitzung ebenfalls behandelt wird: Die Dattelner Planer des Gewerbegebiets newPark haben Pläne im Waltroper Rathaus vorgelegt, wie dessen verkehrliche Anbindung durch einen Ausbau von „Knotenpunkten“ in der Nachbarstadt Waltrop zu „verbessern“ sei. Hintergrund ist die Offenlegung des Bebauungsplanes für den newPark.

Die Animation zeigt das Areal des newPark nordöstlich der Stadt Datteln. © www.blossey.eu © www.blossey.eu

Teil der Überlegungen: Für die Kreuzung am Lidl (Berliner Straße/Leveringhäuser Straße) sehen die Pläne in Nord-Süd-Richtung zwei Geradeaus-Spuren und eine Rechtsabbiege-Spur vor. Für Waltrop hätte dies zur Folge, dass die eigenen Pläne für eine Bus-Beschleunigung und einer Fahrradspur gestorben wären.

Bernd Schäfer: „Nun, offensichtlich wird die Verkehrsplanung für Waltrop nun in Datteln und Münster gemacht. Die planen und wir zahlen die Zeche. Und die SPD macht da auch noch begeistert mit.“

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