Kreis Recklinghausen

Lippebrücke Ahsen: Vergabe erfolgt – Neubau kostet 5,9 Millionen Euro

Die Vergabe für den Abriss und anschließenden Neubau der gesperrten Lippebrücke in Ahsen ist erfolgt, meldet der Kreis Recklinghausen. 410 Tage hat das Unternehmen ab Baustart nun Zeit.
Die Lippebrücke zwischen Ahsen und Olfen ist seit April 2018 gesperrt. Ende 2022 könnte der Neubau stehen. © Archiv

Die Arbeiten an der seit April 2018 gesperrten Lippebrücke sollen bald losgehen, meldet der Kreis Recklinghausen. Im Zuge des Vergabeverfahrens hat die Firma „Amand Bau NRW“ aus Ratingen den Zuschlag bekommen, in den nächsten Monaten die marode Lippebrücke zwischen Datteln-Ahsen und Olfen zurückzubauen und eine neue Brücke zu errichten. 5,9 Millionen Euro wird das Projekt kosten.

Während sich an der Brücke zuletzt nichts getan hatte, wurde drum herum bereits die Lippestraße (K9) in Datteln erneuert und auf Olfener Gebiet wird aktuell ein Radweg gebaut. Die neue Brücke wird eine Gesamtlänge von knapp 70 Metern haben, heißt es. Die künftige Breite von elf Metern ermöglicht einen abgetrennten Bereich für Fußgänger und Radfahrer sowie zwei Fahrspuren, damit es nicht mehr zu engen Situationen mit dem Gegenverkehr kommt.

Das ausführende Unternehmen wird nun ein Team für die Umsetzung aufstellen und einen Bauzeitenplan festlegen, der mit den Kreisverwaltungen abgestimmt wird. Anschließend werden die Baustelle sowie eine Baustraße errichtet, über die die Baufahrzeuge fahren können. Der Abriss wird dann von der Mitte aus nach außen erfolgen. Zunächst auf Ahsener Seite, anschließend auf Olfener Seite, meldet der Kreis Recklinghausen.

410 Tage nach Baubeginn soll die neue Brücke stehen

Im nächsten Bauabschnitt sollen die Widerlager auf beiden Seiten der Lippe wiederhergestellt werden. Zuletzt folgen der Aufbau der neuen Brücke und das Aufbringen des Straßenbelags. Ab dem offiziellen Baustart sind für die Arbeiten vertragsgemäß 410 Tage vorgesehen.

Der Ersatzneubau erfolgt an gleicher Stelle „in den Abmessungen und der Tragfähigkeit, die für das zu erwartende Verkehrsaufkommen benötigt werden“, heißt es von Kreis-Seite. Der Querschnitt umfasst zwei Fahrstreifen für den motorisierten Verkehr und einen baulich getrennten gemeinsamen Geh-/Radweg. Neu gebaut werden Radwege auf beiden Seiten der Lippe.

Die Kosten für die gesamte Maßnahme belaufen sich auf knapp 5,9 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen hat Ende Juni eine Förderung in Höhe von 4,3 Millionen Euro genehmigt. Die restlichen Kosten teilen sich die Kreise Coesfeld und Recklinghausen. Der Kreis Recklinghausen hat die Federführung für diese Maßnahme.

Mit der vertraglich festgesetzten Frist von 410 Tagen ab Baubeginn ist die zunächst geplante Freigabe, die zuvor auf Mitte 2022 terminiert wurde, wohl nicht zu halten. Der Kreis Recklinghausen meldete noch im Juni, dass mit dem Bauvorhaben „unverzüglich nach Auftragserteilung“ begonnen werden soll. Frühster Zeitpunkt für eine Freigabe wäre demnach Ende Oktober 2022.

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