Spende an die Kinderklinik

Polizeipräsidentin Zurhausen: „Schicksale sind zutiefst berührend“

Die fünfte Bereitschaftspolizeihundertschaft aus Recklinghausen macht sich stark für das Kinderpalliativzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln - und schaute jetzt dort vorbei.
Jens Stankowski sowie Philipp Timmermeister von der 5. BPH und Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen überreichen im Garten des Dattelner Palliativzentrums, das aktuell erweitert wird, einen Spendenscheck an Prof. Dr. Boris Zernikow und Nicole Sasse. © Polizei Recklinghausen

Eine kleine Delegation der Bereitschaftspolizeihundertschaft (BPH) und Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen überreichten jetzt einen Spendencheck über 1650 Euro an Chefarzt Prof. Dr. Boris Zernikow und Nicolle Sasse vom Freundeskreis des Kinderpalliativzentrums.

Prof. Dr. Zernikow, Leiter des Kinderpalliativzentrums und des Kinderschmerzzentrums, gab Einblicke in die Arbeit seines multiprofessionellen Teams und erläuterte die finanziellen Herausforderungen, unter denen die medizinische und vor allem die psychosoziale Arbeit gestemmt werden muss. Ohne Spenden wäre vieles nicht möglich. Schon der Bau des Kinderpalliativzentrums vor gut zehn Jahren war ausschließlich spendenfinanziert.

Ein Chefarzt mit Hochachtung vor der Polizeiarbeit

Der Chefarzt wollte aber nicht nur berichten, sondern selbst mehr erfahren über Aufbau und Einsätze der Hundertschaft: „Ich habe Hochachtung vor der Arbeit der Polizei und finde es schlimm, was sie in dieser schwierigen Zeit tagtäglich erleben muss“, sagt Prof. Dr. Zernikow.

Dem Kinderpalliativzentrum fühlt sich die Recklinghäuser Hundertschaft seit Jahren verbunden. „Es ist uns wichtig, die wertvolle Arbeit, die hier geleistet wird, zu unterstützen“, sagt Hundertschafts-Truppführer Philipp Timmermeister. Es war die vierte Spende der Recklinghäuser Hundertschaft ans Kinderpalliativzentrum. „Die Kolleginnen und Kollegen hoffen, dass wir mit unserer Spende dazu beitragen können, den Erkrankten und ihren Familien zu helfen und Trost zu spenden“, sagt Timmermeister.

Polizeipräsidentin Zurhausen: „Ein Akt der Menschlichkeit“

„Die schweren Schicksale unheilbar erkrankter Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien sind zutiefst berührend“, sagt Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen. „Neben der bestmöglichen medizinischen Versorgung ist die Unterstützung von Eltern und Geschwisterkindern in diesen unvorstellbar belastenden Lebenssituationen ein Akt der Menschlichkeit, der jegliche Unterstützung verdient.“

Bei einem Rundgang durch das Kinderpalliativzentrum, auf dessen Dach zurzeit ein chirurgisches Zentrum gebaut wird, zeigte der Chefarzt der Polizei-Delegation unter anderem speziell eingerichtete Behandlungszimmer. Gerade die psychosozialen Leistungen, aber auch Teile der medizinisch-pflegerischen Versorgung können nur mithilfe von Spendengeldern angeboten werden. „Umso wichtiger ist es für uns, treue Unterstützer an unserer Seite zu haben“, sagt Nicole Sasse vom Freundeskreis Palliativzentrum. „Spenden wie diese geben den betroffenen Familien in schweren Zeiten ein Stück Sicherheit.“

Das Geld war in den zurückliegenden Monaten im Kreise der Polizistinnen und Polizisten der Recklinghäuser Hundertschaft gesammelt worden. Die Behördenleiterin stockte den Betrag auf. So kam der bislang größte Spendenbetrag der fünften BPH für das Kinderpalliativzentrum zusammen.

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