Offener Ganztag

SPD fordert neue Raumkonzepte für die OGS: Lohschule im Fokus

Die Zahl der Grundschüler wird in den kommenden Jahren ansteigen. Die SPD fordert die Stadt schon jetzt auf, das Raumkonzept im offenen Ganztag zu verbessern – besonders an der Lohschule.
Im Jahr 2017 wurde an der Lohschule angebaut, wie auf diesem Archivbild zu sehen ist. Die SPD fordert nun weitere Veränderungen. Mittelfristig sollen das auch bauliche Veränderungen sein. © Andreas Kalthoff (Archiv)

In seiner Funktion als Vorsitzender des Bildungs-, Sport- und Kulturausschusses hat SPD-Fraktionsmitglied Ulrich Vortmann zuletzt die Schulen in Datteln besucht, um sich vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten zu machen. Aus seinen Erkenntnissen sowie einem Gutachten der Beratungsfirma „Gebit“ hat die SPD nun Forderungen für ein besseres Raumkonzept im offenen Ganztag (OGS) an den Grundschulen zusammengetragen und per Antrag an die politischen Gremien weitergeleitet.

Bei seinem Besuch an den Schulen habe Vortmann vielerorts Räume gesehen, die für die im regulären Schulbetrieb sowie für die anschließende OGS-Betreuung mehrfach genutzt werden. Es seien „teilintegrative Raumkonzepte“ vorhanden, Klassenräume werden also auch von den jeweiligen OGS-Gruppen genutzt und andersherum. „Dies ist aus unserer Sicht grundsätzlich zu begrüßen. Nicht nur was die Gesamtkapazität, sondern auch was die Flexibilität angeht, sehen wir eine teilintegrative Nutzung grundsätzlich als wünschenswert an“, schreibt die SPD. Dennoch würde man die Wünsche der jeweiligen Gremien vor Ort respektieren. Und das Raumgutachten, das von dem Unternehmen „Gebit“ erstellt wurde, zeigt, dass zwar viele Standorte sehr gut aufgestellt seien, aber vor allem an der Lohschule ein Bedarf an weiteren Flächen für den offenen Ganztag bestehe. Und dieser soll mittelfristig, auch wegen der erhöhten Anzahl an Grundschülern in den kommenden Schuljahren, gedeckt werden.

Organisatorische und bauliche Veränderungen

Empfohlen wurden an der Lohschule zunächst organisatorische Veränderungen, bevor dann aber auch bauliche Veränderungen angestoßen werden müssten. Für kurzfristige Maßnahmen würden laut den Sozialdemokraten ausreichend Gelder im städtischen Haushalt zur Verfügung stehen. Auch Fördergelder sollen dafür aber akquiriert werden. Eine Mehrfachnutzung werde laut SPD-Antrag an der Lohschule weiterhin nötig sein, um das OGS-Angebot vollumfänglich bereitzustellen. Der ganztägige Aufenthalt einzelner Gruppen in nur einem einzigen Klassenzimmer sei jedenfalls nicht sinnvoll. Vielmehr gehöre zu einer OGS, dass auch spezielle Räume wie etwa ein Kreativraum zum Basteln, Malen, Handwerken oder Spielen oder Ruhe- und Freizeiträume angeboten werden können. Das verhelfe den Schülern dazu, sich breiter zu entfalten.

Die Sozialdemokraten verweisen darauf, dass nach einem Beschluss des Bundeskabinetts im Mai Grundschulkinder künftig einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erhalten sollen. Daher sollten sich die Träger schon heute konzeptionell darauf vorbereiten und die vorhandenen Strukturen hinterfragen und gegebenenfalls Investitionen tätigen, meint die SPD. „Wir möchten tragfähige Konzepte für alle Schul- und OGS-Standorte auf den Weg bringen, die

die zukünftigen Bedarfe abdecken“, schreibt die Partei.

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