Stinkende Müllberge am Borsigplatz EDG ist sauer: „Eine Zumutung“

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EDG-Geschäftsführer Dr. Rainer Wallmann spricht von "katastrophalen Verhältnissen". © EDG/Archiv
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Nach der kostenlosen Sperrmüllaktion rund um den Borsigplatz spricht die Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) von „kastrophalen Verhältnissen“ und einer „Zumutung“.

Sperrmüll hätten die EDG-Mitarbeiter vergleichsweise wenig eingesammelt, hieß es dort. 86 Tonnen davon stünden 17 Tonnen Hausmüll und 10 Tonnen Holz gegenüber. Die Müllwerker seien auf „stinkende Müllberge aus Hausmüll, Kartons, Tüten mit undefinierbaren Inhalten, Elektrogeräte, Altkleider, auch Schadstoffe“ getroffen, zählt die Social-Media-Beauftragte der EDG, Sandra Gregorius, auf Instagram auf.

EDG: Ratten in den Müllbergen

Noch deutlicher wurde die EDG am Dienstagnachmittag in der offiziellen Bilanz. Geschäftsführer Dr. Rainer Wallmann unterstreicht: „Wir haben vor Ort katastrophale Verhältnisse vorgefunden.“ In einigen der Abfallhaufen hätten sogar Ratten gesessen.

Dabei war dies nicht die erste kostenlose Sperrmüllsammelaktion in Dortmund. Beim ersten Sperrmülltag am 13. August war in Scharnhorst bergeweise Müll liegengeblieben, weil illegal Farbeimer, Kühlschränke und Autoreifen vor die Häuser gestellt wurden. Auch rund um die vorangegangene Sammlung in Eving gab es ähnliche Beschwerden.

Anzeigen wegen illegalem Müll

Der Einsatz am Borsigplatz sei vergleichsweise schnell erledigt gewesen. Allerdings sagt Sprecher Matthias Kienitz auch: „Das Verhalten einiger Mitmenschen hat dazu geführt, dass wir ab Mittags Restmüll, Schadstoffe, mitunter undefinierbare übelst stinkende Dinge einsammeln mussten und das ist eine Zumutung für meine Kollegen.“ Nur so seien die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und Umweltgefährdungen auszuschließen gewesen.

Geschäftsführer Wallmann sprach von „nahezu unerträglichen“ Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeiter.

29 Einsätze des Schadstoffmobils seien notwendig gewesen. Von vielen Abfällen sei Gefahr ausgegangen, die zum Teil hygienisch begründet sei. Dazu zählten etwa Autobatterien und Schadstoffe. In vier Fällen habe man Anzeigen gegen Gewerbetreibende geschrieben.

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Was kommt in den Sperrmüll?

Die nächste kostenlose Sperrmüllsammlung gibt es am Samstag (3.12.) im Hafenquartier. Im Hinblick darauf weise man alle Anwohner „nochmals sehr eindringlich darauf hin, die Vorgaben für die Sperrmüllsammlung einzuhalten“. Mitgenommen werde nur, was bis spätestens 7 Uhr draußen stehe.

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Was gehört in den Sperrmüll?

Zum Sperrmüll gehörten neben Möbeln jeglicher Art, Gegenständen aus Metall oder Kunststoff wie Wäscheständern, Fahrräder oder Gardinenstangen auch Wandbilder, verpackte Zelte, Sandkasten, Tischtennisplatten, Wandbilder sowie gerollte oder gebündelte Teppiche. Auch Lampenschirme oder Aquarien seien Sperrmüll, so die EDG – allerdings ohne Technik.