Nächster Fußballverband streicht die Gelb-Rote Karte – doch es gibt Ersatz

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Die Gelb-Rote Karte - zwei Fußballverbände haben sie kürzlich abgeschafft. © Jens Lukas
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Die Gelb-Rote Karte im Amateurfußball steht offenbar grundlegend auf dem Prüfstand. Inzwischen hat sich der zweite Landesverband dazu entschieden, die lange etablierte Ampelkarte abzuschaffen.

Nach dem Bayrischen Fußball-Verband hat sich nun auch der Saarländische Fußballverband (SFV) zu diesem Schritt entschlossen. Doch die Saarländer präsentieren gleich eine Alternative für den Fall, dass sich ein bereits verwarnter Fußballer eine weitere Bestrafung verdient hat.

Saarländischer Fußballverband führt Zeitstrafe ein

Dann erhält er künftig eine Zeitstrafe. Für zehn Minuten spielt das Team des bestraften Spielers dann vorübergehend in Unterzahl.

„Die bereits im Jugendbereich gültige Regelung ‚Gelbe Karte – Zeitstrafe – Rote Karte‘ haben wir jetzt auf den Aktivenbereich übertragen, um im Bereich der Disziplinarstrafen modernere Wege zu gehen“, zitiert der SFV Josef Kreis, Vorsitzender des Verbandsspielausschusses, in einer eigenen Pressemitteilung. Damit dient die Zeitstrafe als weitere Vorwarn-Stufe vor einem endgültigen Platzverweis.

Die neue Regel tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Im Saarland hat sie bis in die sechstklassige Saarland-Liga Gültigkeit. Vereine, denen die Umsetzung noch unklar erscheint, sollen detailliert über die neue Regel aufgeklärt werden.

Im Profi-Bereich gibt es die sogenannte Ampelkarte seit 1991. Am 20. August desselben Jahres war es Stefan Effenberg, der im Spiel des FC Bayern München gegen den FC Schalke 04 als erster Bundesliga-Spieler die Gelb-Rote Karte sah.