Amateurfußball

Vorzeitige Winterpause: Weiterer Amateurfußballverband unterbricht die Saison

Der nächste Amateurfußballverband hat seine aktuelle Spielzeit bis auf Weiteres gestoppt. In diesem Jahr finden in diesem Verband keine Amateurfußballspiele mehr statt.
Der nächste Amateurfußballverband legt eine Saisonpause ein. © imago images/Hanno Bode

Die Corona-Situation in Deutschland bleibt weiterhin angespannt. Tagtäglich verkündet das Robert-Koch-Institut steigende Infektionszahlen. Tag für Tag sterben viele Menschen am Coronavirus. Die Politik hat erste Maßnahmen getroffen, um die Zahlen zu senken, über weitere Einschränkungen berät sie in dieser Woche. Das ist wichtig, damit die Krankenhäuser nicht überlaufen. Die Hospitalisierungsrate muss gesenkt werden.

Ein Amateurfußballverband hat all diese Entwicklungen registriert und gehandelt.

Der Südbadische Fußballverband schließt sich der Entscheidung der Amateurfußballverbände wie zum Beispiel Sachsen, Thüringen oder Bayern an und unterbricht seine Amateurfußballspielzeit. Das teilt der Südbadische Verband auf seiner Internetseite mit. Betreffen solle diese alle südbadischen Alters- und Spielklassen, von der Verbandsliga abwärts.

„Der Verbandsvorstand des Südbadischen Fußballverbandes sieht eine ordnungsgemäße Durchführung des Spielbetriebes unter aktuellen Infektions-Entwicklungen sowie den weiteren bereits geltenden, sowie zu erwartenden Verschärfungen für den Amateursport als nicht mehr möglich an. Insbesondere die Kurzfristigkeit der Verkündung erst am Freitagabend durch das Kultusministerium hatte am vergangenen Wochenende für viel Unmut und Unverständnis bei den Vereinen und für einige Spielausfälle gesorgt“, schreibt der Verband, der bereits im September beschlossen habe, im Winter 2021/2022 keine Hallenwettbewerbe durchzuführen.

Einen Re-Start der Saison plant der Verband auf Landes- und Bezirksebene im Februar beziehungsweise März. Gegebenenfalls mit den erforderlichen 2G-Regelungen, sofern diese zu diesem Zeitpunkt noch Bestand haben werden.

SBFV-Präsident Thomas Schmidt sagt dazu: „Dass uns die Möglichkeit gegeben war, unter veränderten Rahmenbedingungen weiter Fußball spielen zu dürfen, ist grundsätzlich positiv zu bewerten. Dennoch kann ich hierzu meine Enttäuschung nicht verbergen, dass wiederum eine Entscheidung der politischen Ebene so kurzfristig getroffen und verkündet wird, dass unsere Vereine hier kaum Zeit hatten zu reagieren. Unter diesen nochmals erschwerten Rahmenbedingungen sehen wir es als nicht mehr verhältnismäßig an, weiterhin am Spielbetrieb festzuhalten und halten es für geboten, den Spielbetrieb in die Winterpause zu schicken.“

In Westfalen findet der Spielbetrieb – Stand jetzt – im Seniorenfußball weiterhin statt. Lediglich die A- und B-Junioren-Kicker befinden sich bereits in der Winterpause. Die Entscheidung hatte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen in der vergangenen Woche getroffen.

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