Dortmunds Hitzeknigge: So verhalten Sie sich richtig an Hitzetagen

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Besonders unterwegs ist viel trinken wichtig - etwa an den städtischen Brunnen © Archiv
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Die Zahl der Hitzetage in Dortmund hat sich in den letzten Jahrzehnten verdoppelt. Mit ihnen steigt die Zahl der Menschen, die Schaden von der Hitze tragen oder sogar daran sterben.

Um dies wo immer möglich zu vermeiden, hat die Stadt Dortmund einen sogenannten „Hitzeknigge“ zusammengestellt. Er richtet sich an alle Menschen, betont aber auch, dass sich besonders gefährdete Gruppen wie Menschen ab dem 65. Lebensjahr, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere, Obdachlose und Menschen mit Erkrankungen die Tipps zu Herzen nehmen sollten.

Hitzebelastung vermeiden

Es sei wichtig, jegliche Belastung in Verbindung mit der Hitze zu vermeiden. Das heißt, körperliche Aktivitäten wie z.B. Einkäufe oder Sport sollten morgens vor 11 Uhr oder abends ab 18 Uhr stattfinden.

Außerdem wird dazu geraten, Wohnräume so kühl wie möglich zu halten. Dabei helfe morgendliches Lüften und die Räume tagsüber abzudunkeln. Der Körper könne zum Beispiel mithilfe eines kühlen Fußbades zwischendurch abgekühlt werden.

Die richtige Kleidung ist wichtig

Auch durch die richtige Kleidung könne der Körper so kühl wie möglich gehalten werden. Der Hitzeknigge empfiehlt weite, leichte, atmungsaktive und möglichst helle Kleidungsstücke.

Eine Kopfbedeckung dürfe dabei nicht vergessen werden. Denn sie schütze das Gehirn vor einer Überhitzung. Vor der UV-Strahlung schützen Sonnencreme und Sonnenbrille.

Stündlich ein Glas Wasser

Auch wenn die Hitze nicht als extrem belastend wahrgenommen wird, ist es laut Hitzeknigge sehr wichtig, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Das heißt: Nicht erst trinken, wenn der Durst einsetzt, sondern bestenfalls stündlich ein Glas Wasser.

Kaffee, stark gezuckerte oder alkoholische Getränke können das Wasser nicht ersetzen. Auf diese solle bei starker Hitze komplett verzichtet werden.

Schwere Folgen bei Überhitzung

Durch Hitze können verschiedene Krankheitsbilder auftreten wie zum Beispiel Erbrechen, Kopfschmerzen, Verwirrtheit und eine hohe Körpertemperatur, aber auch Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle oder Kreislaufschock.

In solchen Fällen rät der Hitzeknigge dringend Erste Hilfe zu leisten und umgehend den Rettungsdienst zu informieren.