Silent Sinners macht nach 16 Jahren dicht Dortmunder: „Kann Chico den Club nicht kaufen?“

Volontär
Zwei DJs stehen zusammen hinterm Mischpult im Dortmunder Club Silent Sinners.
Im Netz finden es die Leute vor allem schade, dass das Silent Sinners unter der Möllerbrücke in Dortmund schließen wird. © Lukas Wittland
Lesezeit

So richtig damit gerechnet hat wahrscheinlich erst einmal keiner: Der beliebte Dortmunder Club Silent Sinners macht dicht. Mitte Dezember – am 17. Dezember, um genau zu sein – steigt dort die letzte Party, nach insgesamt 16 Jahren.

Gründer Sebastian Noetzel hat das Ende des Clubs am Donnerstagabend (18.11.) über verschiedene Social-Media-Kanäle bekannt gegeben: „Nach über 16 Jahren habe Ich mich aus verschiedenen Gründen dazu entschieden, den Club unter der Möllerbrücke zu schließen.“

In dem Statement spricht er ein großes Dankeschön an all diejenigen aus, die für den Club gearbeitet haben. Und natürlich dankt er auch den Gästen für die wilden Partys. „Seid nicht traurig – ich möchte es auch nicht sein“, heißt es weiter.

Doch wie fallen die Reaktionen zum Aus vom Silent Sinners im Netz aus? Auf den Social-Media-Kanälen der Redaktion sind die Nutzer vor allem traurig, dass der Club nach so langer Zeit seine Tore schließt.

Coole Nächte, legendäre Abende

„Ein Stück Geschichte geht“, schreibt zum Beispiel eine Nutzerin. „Ah was hab ich da für coole Nächte gehabt… Schade“, eine andere. Damit scheint sie nicht alleine zu sein: Ein anderer User meint: „legendäre Abende gehabt“ – eine weitere Person, die in dem Kommentar verlinkt wurde, stimmt mit „ja“ zu.

Viele weitere Nutzerinnen und Nutzer verlinken einander unter den Beiträgen. Sie scheinen es schade zu finden, dass das Silent Sinners bald nicht mehr dem Dortmunder Nachtleben angehören wird. „So traurig für Dortmund und das Viertel“, schreibt ein Nutzer.

Manche scheinen das Silent Sinners mit der Lage unter der Möllerbrücke aber auch gar nicht gekannt zu haben. „Bei der Möllerbrücke gibt’s nen Club?“, schreibt ein Nutzer etwa.

Folgen weitere Clubs?

Darüber hinaus gibt es Nutzerinnen, die davon ausgehen, dass der Club nicht der letzte sein wird, der in der Zukunft schließen muss. „Das wird leider nicht der einzige sein“, heißt es in einem Kommentar. „Ich fürchte, da wird noch der ein oder andere folgen“, in einem anderen.

Der ein oder andere hat darüber hinaus eine Idee, wie es mit dem Club weitergehen könnte: „Kann Chico ja auch noch kaufen“, schreibt ein User. Bei Chico handelt es sich um den Dortmunder Multimillionär, der vor Kurzem mit seinem hohen Gewinn an die Öffentlichkeit gegangen ist und seitdem für Schlagzeilen sorgt – etwa mit der Behauptung, sein Lieblingscafé gekauft zu haben.

Zunächst wird es in dem Club aber erst einmal still bleiben. Ein User fasst es passend zusammen: „Dann ist es ja wirklich silent.“