Nachruf

Trauer um Dortmunder Friedensaktivist Willi Hoffmeister

Er gilt als „Urgestein“ der Friedensbewegung in Dortmund, bis zuletzt engagierte er sich als Gewerkschafter und gegen Rechts. Erst kürzlich erhielt er das Bundesverdienstkreuz: Willi Hoffmeister ist tot.
Willi Hoffmeister starb im Alter von 88 Jahren. © Archiv

Am 30. Juli wurde Willi Hoffmeister am Krankenbett aus der Hand von Bürgermeister Norbert Schilff und der Vorsitzenden des DGB Dortmund, Jutta Reiter, das vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht. Nur vier Tage später, am 3. August, starb er im Alter von 88 Jahren, wie nun bekannt wurde.

Bekannt war Hoffmeister als Hoesch-Betriebsrat auf der Westfalenhütte, Gewerkschafter und Friedensaktivist. Über viele Jahrzehnte gehörte er zu den Mitorganisatoren des Ostermarsches Ruhr in Dortmund und anderer Veranstaltungen der Friedensbewegung. Bis ins hohe Alter war er im Dortmunder Bündnis gegen Rechts und dem Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) gegen Neonazis und für den Frieden aktiv.

Einsatz für den Frieden

„Frieden und Antimilitarismus sind seine Antriebsfedern und so wird er übereinstimmend in der breiten Öffentlichkeit als das ‚Urgestein‘ der Dortmunder Friedensbewegung angesehen“, stellte der DGB in der Würdigung für Willi Hoffmeister fest. Er habe es verstanden, „die unterschiedlichsten Menschen an einen Tisch zu bringen und vor allem auf die Jugend zuzugehen“.

„Gerade die Verbindung von Gewerkschaftsarbeit mit dem Engagement für den Frieden war immer ein Bestandteil seines persönlichen Wirkens“, erklärte Jutta Reiter. „Darin war und ist Hoffmeister auch von den Gewerkschaften immer anerkannt worden, folgerichtig wurde er seitens der Dortmunder Gewerkschaften für den Bundesverdienstorden vorgeschlagen.“

Gedenkfeier in der Alten Schmiede

„Willi lebte vor, was er für richtig hielt und war immer der Erste, wenn es darum ging, für eine gemeinsame Aktion seinen Beitrag zu leisten. Er hat sein Leben lang gekämpft: für ein anderes, ein besseres Deutschland, für ein Land ohne Rüstung und Militär, ein Land in dem der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht das Kapital“, wird er von seinem Freundeskreis um Hannelore Tölke und Felix Oekentorp gewürdigt, der nun zu einer Trauergemeinschaft geworden ist.

Der Freundeskreis veranstaltet eine Gedenkfeier für Willi Hoffmeister am 18. August (Mittwoch) um 12 Uhr im Kulturzentrum „Alte Schmiede“ in Huckarde. Eine Anmeldung ist bis zum 12. August möglich unter info@huhn-bestattungen.de. Die Angabe der Kontaktdaten für die Nachverfolgbarkeit ist zwingend erforderlich.

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