Baugebiet Buttstraße Auch für kleine Orte wie Hullern muss Entwicklung möglich sein

Hullern liegt zwischen Grün und Wasser.
Hullern mit rund 2400 Einwohnern soll die Chance bekommen, weiter zu wachsen. © Ingrid Wielens
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Der Regionalverband Ruhr gesteht Haltern im Flächenentwicklungsplan verhältnismäßig wenig neue Wohnbaufläche zu – sehr zum Verdruss der Politik. Gerade einmal 17,2 Prozent versucht die Stadt so gerecht wie möglich auf Stadtmitte und Ortsteile aufzuteilen. Ein Tortenstückchen fällt bald für Hullern ab.

Das ist wichtig für den Ortsteil, der vor allem wegen seiner Lage am Wasser und im Grün als attraktiver Wohnort geschätzt wird. Denn wenn Hullern nicht wächst, sieht es bezüglich der Infrastruktur mau aus. Will man Kindergarten und Schule, das wenige Gewerbe wie das Dorflädchen und das rührige Vereinsleben retten, muss die Stadt dem Größerwerden dieses Dorfes nachhelfen.

Sie tat es bereits 2004, als Hullern „am Scheideweg stand“, wie die Politiker damals sagten. Hullern brauchte auch zu jener Zeit Zuzüge. So fochten CDU und WGH gegen den Willen der Opposition das Baugebiet Zum Imberg durch. Vor allem die junge Generation aus Hullern kaufte Bauland, um in der Heimat bleiben zu können.

Dieser Wunsch treibt auch jetzt die Bürger an. Projektentwickler Robert Strauß glaubt trotz der angespannten Lage auf dem Bausektor und gestiegener Bodenrichtwerte von 145 Euro (2004) auf 235 Euro (heute) an eine erfolgreiche Vermarktung. So wie der Imberg wird vermutlich auch die Buttstraße trotz allem zu einem Selbstläufer. Hullern verschafft das Zukunftsperspektiven.